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Siegellack: Zahnschmelz jetzt im Bastelset

14. März 2013

Hilft nichts, ich werde zum Zahnarzt müssen…
Seit Jahresanfang prokrastiniere ich das schon und zweimal habe ich wegen Wetter abgesagt. Für morgen steht ein neuer Termin in meinem Kalender. Soll ich? Schnee läge genug…..
Für fast jeden Firlefanz gibt es ein Mittelchen zur heimischen Anwendung. Nehmen wir zum Beispiel meine Spüle. In der Adventszeit hatte ich ein Seminar. Bin spät dran, schnappe eine Tasse aus dem Schrank und ZACK: Rauscht mir das Ding ins Spülbecken. Als Erstes habe ich mal gebrüllt. Das widerum lockte trotz der frühen Stunde meine Mitbewohner an. Hellakind brach sofort in Tränen aus: „MEINE TASSE! MEINE LIEBSTE BÄRENTASSE!“ Das blöde Ding war heil, Spülbecken aufgeplatzt. Mein Mann sagte, ich müsse nicht so ein Spektakel veranstalten, wenn ich eine neue Küche wolle. Das Pubertikel feixte und wandte sich seinem Handy zu.
Am Nachmittag nahm ich mich der Sache an; am übernächsten lag ein Päckchen von einem Hersteller für Sanitärkeramik im Kasten. Da waren die so nett und haben mir einen Keramik-Reparaturstift geschenkt. Was red‘ ich – sogar zwei Stifte habe ich bekommen! Einen hellen und einen dunkleren, weil ich die genaue Farbe nicht angeben konnte. Nun denken Sie sicher, dass Frau Müller sich bereits zum Weihnachtsbraten über ihre frischrenovierte Spüle freute. Pustekuchen! Weil das Versiegelungszeugs einer vierundzwanzigstündigen Trockenzeit bedarf, steht es immer noch im Regal. Und ich gieße seitdem meine gekochten Nudeln und Kartoffel ins Kanal ab. – Aber hören wir vom Essen auf, wir waren doch bei den Zähnen!
Wollten Sie nicht auch schon immer wissen, wieviel Füllmaterial pro Mitmenschengebiss verbaut ist? Spricht man ja normalerweise nicht drüber. Ich auch nicht. Fragen Sie mich mal, wieviele Füllungen ich habe. Verrate ich nicht.
Aber ich weiß, wo es solche Zahlen gibt: 11,7 behandelte Zähne hat jeder von uns. Und 2,4 entfernte.

kleiner Huehnerzahn

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From → Kolumnen

4 Kommentare
  1. KLP permalink

    Für alle die sich nicht die Mühe machen wollen: prokrastinieren = verschieben. In diesem speziellen Fall natürlich hinausschieben. Anke, herzlichen Dank, mein Worschatz hat sich um ein Wort vergrößert. (Wahrscheinlich habe ich das in 5 min wieder vergessen) Warum immer so kompliziert, wenn es doch so einfach und verständlich wäre? In diesem Sinne disloziere ich mal aufs Sofa und rekognosziere ein Stück Kuchen. (kleiner Tipp: CH-Armee)

  2. Ich habe mein Auto bei dir vor der Türe – krieg‘ ich auch ein Stück?? :-)

  3. KLP permalink

    Kannst kommen :-)

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