Skip to content

Spinnen sind auch nur Menschen!

5. Oktober 2017

Wenden wir uns heute einer anderen romantischen Herbstweise zu: Spinnen!
Dicke, fette, schwarze Hausspinnenmännchen auf Brautschau. Kennen Sie?

Nur für denn Fall, dass dem nicht so ist: Kinderfaustgroße, lichtscheue Kellerbewohner mit acht dünnrohrigen HochgeschwindigkeitsTentakeln und starker Beinbehaarung. Nicht zu verwechseln sind die Liebestollen mit den schlaksig, zittrigen Weberknechten. Schon allein deswegen nicht, weil sich die Jungs untereinander nicht grün sind: Der Kleinere schätzt den Größeren als Delikatesse.
Weberknechte gibt es übrigens auch mit Flügeln, da nennt man sie Schneider.
Ja, ja, schon gut, ich höre schon damit auf! Eigentlich will ich eine Homestory erzählen, die Damen können sich also entspannt zurücklehnen. 🙂

Versetzen Sie sich in eine beschauliche Mülheimer HausflurSzene:
Zwei Grundschulfreunde besohlen sich ihre Füße, sie wollen nach draußen.
Aus Platzgründen hockt das Mädchen auf der Treppe, der Kumpel lümmelt quer davor.
Die Sache zieht sich, man hat sich viel zu erzählen.
Nach fünf Minuten hat die Maid immerhin schon einen Fuß im Schuh – der Knabe schwingt seine noch am Bandel im Kreis herum, so wie Thor seinen Hammer.

Theoretisch kann mir das egal sein, ich bleibe sowieso drinnen – praktisch aber nicht, denn vor der Tür warten noch zwei Menschlein. Um sich die Zeit zu vertreiben, ernten die derweil meine Tomaten ab. Da sie keinen Lärm veranstalten, ist ihnen die Schändlichkeit ihres Tuns bewusst.

Offensichtlich gönnt uns Thor das Gemüse ebenfalls nicht, denn er wendet sich plötzlich an mich: „Anke, weißt du eigentlich, dass drei Meter entfernt von jedem Menschen eine Spinne lauert?“
„Nein“, antworte ich wahrheitsgemäß, „ist mir neu.“
Weil ich unverwandt entspannt gucke, schickt der Kleine noch eine Info aus dem Kinderfernsehen hinterher: „In jedem Haus leben drei Spinnen.“
Ich nicke. „Kann ich mir gut vorstellen, ich weiß, wo die sitzen.“
Der Kleine starrt mich an. „Hier? In eurem Haus??“
„Zu einer habe ich Blickkontakt.“
Der Junge reißt die Augen auf.
„Willst du wissen, wo sie sich verstecken?“
Der Knabe bewegt sich nicht. So im Gegenlicht kann ich ihn halt schlecht erkennen – und ehe ich da noch dreimal nachfrage, gebe ich lieber bereitwillig Auskunft. Hätten Sie doch auch so gemacht?

Ich lege also los: „Eine ist in die Badewanne im Keller gefallen. Die zweite lauert im Treppenhaus an der Wand hinter dir – und die Dritte bewacht im Küchenschrank die Schokolade …“

Ich bin mit meiner Schokolade noch nicht fertig – vor allem habe ich noch nicht erwähnt, dass es sich bei der im Schokivorrat um eine Plastikspinne handelt – da wird der Knabe kreidebleich.
Den Farbwechsel sehe ich sogar bei den schlechten Lichtverhältnissen.
Der Junge kreischt los, reißt die Tür auf und stürmt schreiend nach draußen.
Geflügel springt ebenfalls auf: „Warte! Du hast deine Schuhe vergessen!“
„Ich bleib ohne“, bibbert es hinter der Mülltonne.
„Fürchtet der sich etwa vor Spinnen?“ Auf den Schreck muss ich mich erst mal setzen.

Nichtsdestotrotz fiel mir ob des Theaters nun aber endlich wieder die Spinne in der Badewanne ein! Mensch, das arme Vieh hockte da seit mindestens zwei Tagen und kam nicht vor und nicht zurück. Ich war bisher zu busy, um als Kammerjägerjungfer herumzurennen. Genaugenommen hatte ich auch jetzt keine Zeit. Doch zwei Tage ohne Essen und ohne soziale Kontakte …
„Pubi!“, rief ich ins obere Bad, wo es rumorte: „Schmeiß mal unten die Spinne aus der Wanne!“
„Kannst du vergessen“, gab der mir Bescheid, „die ist mir zu groß.“
„Ja und? Da nimmst du halt ein größeres Glas! Du wirst schon was Passendes finden.“
„Ums Glas geht‘s nicht, Mutter!“ Pubi klapperte hektisch mit dem Föhn.
Der wird doch nicht etwa … „Hast du etwa Angst vor der??“
Keine Antwort.

Eigentlich wäre es nun meine Aufgabe als Mutter gewesen, den Knaben bei der Hand zu nehmen, und mit ihm gemeinsam das Spinnentier an die Luft zu setzen. Eigentlich. Tatsächlich war es aber so, dass ich allzeit gestresste Mutter gleich einen Job hatte und wenn ich davon zurückkäme, die Spinne sowieso längst wieder vergessen hätte. Ich scheute also die Diskutiererei und nahm die Sache selbst in die Hand.

Vom Regal in der Küche schnappte ich mir das größte Trinkglas, das wir haben und von meinem Schreibtisch nahm ich ein DinA4 Blatt mit. Dann stürmte ich zur Spinne. Während ich in die Wanne kletterte, redete ich ihr gut zu: „Gleich erlöse ich dich …“
Die Spinne fand die plötzliche Nähe gar nicht lustig und nahm erschrocken die Beine in die Hand. Pfeilschnell sauste sie zum anderen Ende der Wanne und versuchte, mit Anlauf die Wand zu erklimmen. Wohl weil sie nicht genug Schwung hatte, rutschte sie nach einem drittel Höhe wieder herunter.
„Armes Ding“, sagte ich mitleidig und wollte das Glas geschwind über den zitternden Leib stülpen – doch in dem Moment drehte sich das Vieh blitzschnell um, und galoppierte mit Lichtgeschwindigkeit auf mich zu. Mich durchzuckte der heftige Impuls, laut zu schreien und die Wanne im Hechtsprung zu verlassen – allein der Gedanke an meinen schadenfrohen Pubi ließ mich tapfer weiterkämpfen.
„Du dusseliges Viech!“, brüllte ich mir Mut an. „Komm her jetzt, ich hab nicht den ganzen Tag Zeit!“
Meine Schallwelle muss die Spinne tierisch eingeschüchtert haben, denn sie verharrte stocksteif. Gerade dass sie sich nicht auf den Rücken fallen ließ und tot stellte.
Das war der Moment, indem ich fix das Glas über das Monstrum stülpte und das Papier darunterschob. Augenblicklich kehrte auch das Leben in die Spinne zurück. Ihre Röhrenbeine trommelten hörbaren Protest.
„Sei froh, dass ich kein Weberknecht bin …“, beruhigte ich sie und machte mich an den Ausstieg.

Nun ist das aber auf den griplosen Wannenstufen kompliziert, wenn man keine Hand frei hat. Irgendwie schwankte ich, eine Winzigkeit nur, doch immerhin so viel, dass das Blatt, das ich als Deckel über dem Glas hielt, ein wenig lupfte – und Zack: Entschlüpfte mir die Spinne. Mit einem Affenzahn sauste sie über den weißen Fliesenboden und verschwand zwischen den Bodengittern der Heizung.
„Scheiße!“, knurrte ich.

Was macht man denn in so einem Moment?

Kurz überlegte ich, ob ich das Glas hinterherschmeißen sollte.
Dann entschied ich mich für das einzig Richtige: Ich tat nichts.
Pubi, der im Flur an der Haustür auf mich wartete, meldete ich Vollzug.
Sollte der verliebte Achtbeiner wieder auftauchen, würde ich mich über den Informationsgehalt des Kinderfernsehens empören: Das mit den drei Spinnen im Haus stimmt hinten und vorne nicht! Das sind viel mehr!

„Meine Spinne und ich sind seit mehr als 30 Jahren ein Paar.“

Advertisements

From → Kolumnen

92 Kommentare
  1. Puhhh. Tief durchatmen 😁😁😁😁😁
    Dann lass sie mal hinter der Heizung hocken, die kommt nicht mehr in die Wanne 👍👍👍

    • Jetzt, wo es da auch schön kuschelig ist!
      Hauptsache der Junge findet da unten keine Frau. Stell mal vor: So ein Spinnennest mit 10 neuen riesigen Hausspinnen neben der Wanne …
      Ich wasch mich nicht mehr!

      • 😁😁😁😁 Nein, nein. Die paaren sich erst wieder im Frühjahr. Die kleinen Spinnen sind dann erst im Spätsommer gewachsen.
        Aber waschen kannst du dich doch …immer mit Blick zur Heizung. ❣❣😂😂😂😃😃😃

      • Nicht im Herbst? :-O
        Ok, Gott sei dank, dann geh ich gleich endlich mal ins Bad! 😀

      • Wasser mögen sie gar nicht 😊😊
        https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Winkelspinne
        Werde mich auch mal waschen gehen 👍

      • „Spinne des Jahres 2008“, und die Weibchen sind noch größer … 😀
        Dreh besser ordentlich auf! 😀

      • Im Bad habe ich keine, aber irgendwie muss eine in mein Kellerarbeitszimmer gekrochen sein. Ich bemerkte einen dicken schwarzen Fleck auf meinem weißen Teppich. Mausetot. Ich war’s nicht. Attacke eines Weibchen oder verhungert ?
        Jedenfalls sehe ich öfter mal im Zimmer umher…alles Clean 😊😊

      • Ja, was könnte da noch passiert sein …?
        Alter habe ich eben gegoogelt: Wird bis zu 6 Jahre, bei guter Lebensweise. Teppich: Ich würde sagen, die war bestimmt schon 7!

      • Klar war sie sieben 😁😁😂😂😀😀😀

  2. Gottogott…so viel Aufregung beim frühstücken dies zu lesen. Nimm nächstes mal ne stabile Pappe, da kannste ruckeln, die hält! Habs getestet 😊
    Apropos Plastikspinne: ich vermisse meine nach dem Umzug.
    Grüßle 💚💜💛

    • 😀
      Also, meine ist es nicht, weil die lebt schon 31 Jahre bei mir. Aber ich habe noch eine neue geschenkt bekommen. Die sieht aus, wie eine Vogelspinne, die einer gepresst hat. Bisschen groß so in Summe. Magst du die als Ersatz haben?
      Im Moment liegt sie auf der Mikrowelle, damit sie es schön warm hat … 🙂

      • Herzlichen Dank für das schöne Angebot, mir fällt gerade ein dass ich meine Tarantel zu Halloween Sohnemann schenkte 🕷🕷🕷🕷
        🙋liebliche Grüsse
        von mir

      • Dann ruf ihn an: Spinne will heim! 😀

  3. Werte Spiderwoman!

    Ich kann in allen Punkten volle Zustimmung geben.
    Auch in meinem Haus hat es EINDEUTIG mehr als drei Spinnen. Vom Bett aus betrachte ich mir mittlerweile immer deren Laufwege, die sie überwiegend nachts und abends absolvieren, da ich es ebenfalls aufgegeben habe, hinter den wuseligen Dingern her zu rennen. Sie nehmen einem ja ohnehin nur Arbeit ab, indem sie das Ungeziefer fressen und Lärm machen sie auch keinen, also im Grunde die perfekten Untermieter. Und ich bin sowieso lieber brav zu denen, denn Streit mit Spiderman möchte ich in keinem Falle bekommen 🙂

    Herzliche Grüße
    Supercow
    Mallybeau

  4. Was für eine herrliche Geschichte ♥♥♥
    Aber dem Ding mit den drei Spinnen pro Haus muss ich gaaanz gewaltig widersprechen, leider ist es mir aufgrund der vielen verwinkelten dunklen und kaum erreichbaren Ecken in unserem Haus nicht möglich eine Volkszählung zu veranstalten, aber eine zweistellige Zahl im nicht ganz unteren Bereich kommt da garantiert zusammen, allein rund um die Kellerfenster lauern schon sehr viele Achtbeiner. Das liegt daran, dass wir keine Angst vor Spinnen haben, ihre Nützlichkeit mit Blick auf geflügeltes Insektenvolk erkannt haben und ich keine Lust habe, ständig Krabbelvolk zujagen, von dem ich weiß, dass es sich eh nicht verjagen lässt. Nachdem mich vor ca. drei Wochen im Garten ein Spinne gebissen hat, dieses schmerzhafte Andenken noch immer prachtvoll meinen hinteren Oberschenkel ziert und ich nicht weiß, was die zu diesem Übergriff getrieben hatte, weiß ich aber, dass nur Gartenspinnen gefährlich sind, Hausspinnen sich im Zusammenleben mit Menschen jedoch (bis jetzt) anständig benehmen.
    Spinnige Grüße
    Regina

    • Dass Spinnen beißen, weiß ich erst seit gestern, als ich ein wenig recherchierte. Da stand, sie tun das nur, wenn sie sich bedrängt fühlen. Der Sache traute ich dann gleich nicht, weil man weiß ja nicht, was gerade so im Spinnenhirn vorgeht.
      Auf alle Fälle freue ich mich, dass wir hier alle so gute Spinnenfreunde sind. Hat noch keiner gekreischt oder mir die Freundschaft wegen des Posts gekündigt. Warten wir ab, was der Tag noch bringt! 😀

      • Dem unberechenbaren Spinnenhirn stimme ich voll zu, das Vieh hatte keinen Grund mich zu beißen, gar keinen! Und dann denke ich, die Spinnenfeinde sind noch schreckensstarr, sie werden sich bestimmt noch zu Wort melden ;-))

      • Popcorn! Komm, wir genießen die Zeit! 😀

  5. Hach, das erinnert mich an selige Zeiten, als es an Sonnabenden noch ein vernünftiges TV-Spätprogramm mit herrlich trashigen Gruselfilmen gab. Popcorn, ein schöne Flasche Jever oder Duckstein (alles, was an Bier südlich von Bremen gebraut wird, ist ungenießbar) und dann ab aufs Sofa. Da lief auch mal ein Streifen mit William „Käpt’n Körk“ Shatner, der damit endete, dass die ganze Stadt unter einem riesigen Spinnenkokon eingesponnen war….. *duckundweg*

    • PS: Spinnen sind bei uns im Haus gern gesehene Gäste, übernehmen sie doch an sämtlichen Eingängen eine Art Türsteherfunktion besonders gegenüber Wespen: „Du kommst hier nicht rein!“ Ich habe schon seit Jahren meinen Holunderkuchen nicht mehr mit schwarz-gelb gestreiftem Geflügel teilen müssen.

      • Ich hab schon seit Jahren weder Holunderkuchen – noch vor allem keinen Hollunderschnaps! – mehr genossen, aus Gründen mangels Holunder. Das ist erst blöd! 😀

    • Bäääääähhhhhh! 😀
      Bei mir im Kellerabgang wollen die bestimmt gerade den Film nachstellen! Da habe ich gestern was entdeckt, das hat so die Form eines Hurrikan-Saugrüssels … Ich habe keine Spinne gesehen, aber ich habe den mal vorsorglich rausgerupft. Das sollen die gefälligst draußen proben! Schon allein deswegen, weil ich so viele Fremde nicht im Haus haben will!

  6. 3 Spinnen? Das ist ja lächerlich. Allein was ich an Zitterspinnen habe. Ich würde mal sagen 30 kommt der Sache schon näher. Habe mal gelesen, dass Spinnen einen guten Orientierungssinn haben, weswegen man sie nicht einfach aus den Fenster werfen soll, da finden sie zurück und sitzen am nächsten Tag an der gleichen Stelle. Viel Spaß noch mit deiner Winkelspinne 😉

  7. Ich enthalte mich heute mal mit dem Kommentieren. Ihr seid ja alle so begeistert, von den Krabbelviechern.

    • Ha, Nati, endlich hat einer eine gegenteilige SpinnenMeinung hier am Strang! 😀 😀 😀

      • Und wie. Wenn man Morgens schlaftrunken mal vor einen Bad Spiegel stand und sich in dem Moment eine Spinne abseilte. Genau Richtung Kopf, der darf auch mal lautstark das ganze Haus zusammen schreien. Auf jeden Fall war ich dann wach (ich glaube alle anderen, einschliesslich Nachbarn auch).

      • 😀 😀 😀
        So lange das früh genug war, damit sich das auch lohnt: Ja!

      • Das weiß ich leider nicht mehr. Sind schon ein paar Jahre her.

      • Ich hasse Krabbelzeugs in meiner Wohnung. Draussen in meinen Garten habe ich keine Probleme, solange mich keiner sticht oder beißt.

      • Heute schon gehört: Spinnen, die beißen – und Spinnen mit Ortungssinn! :-O

      • Spinnen sind ja blind und können nicht hören. Die nehmen nur die Vibrationen war. Deshalb auch das Spinnennetz. Sobald es sich bewegt könnte ein ‚Opfer‘ drin gelandet sein.

      • Ohweija …! Ich glaub, ich fürcht mich jetzt auch bald! 😀

  8. Waaaaaaaa! 😱😱😱

  9. Aaaah, Spinnen sind meine Nemesis! Die können da ja nix für, ich setze sie auch immer brav raus … aber irgendwie krabbelt es mich schon wieder. ^^ Einmal hat eine Kreuzspinne ihr Netz im Winter quer über unseren (überdachten, geschützten) Balkon gesponnen. Den wollten wir eh nicht mehr nutzen, was für ein Glück …

  10. Wir haben eindeutig mehr als drei im Haus. Ich trage sie auch meist mit Glas und viel Fingerspitzengefühl nach draußen, aber es kommen immer mehr. Zum Glück macht sich der Mops nichts draus, er versucht auch gar nicht, mit ihnen zu spielen oder gar sie zu fressen, er beobachtet sie bloß und denkt sich scheinbar seinen Teil…

    Gut Glück beim Spinnen, liebe Anke 😆 !

    • Hat ihn bestimmt mal eine in die Zunge gebissen, oder woanders empfindlich hin! 😀
      Mir macht das ja mit dem Ortungssinn jetzt Gedanken … Schmeiß ich etwa alle zwei Tage dasselbe Viech raus??

      • Er redet nicht darüber!!! 🙂
        Ja, ich weiß nicht, hast du mal die spinnigen Verwandtschaftsverhältnisse erkundet?
        Wenn du dir einen Spinnenstammbaum geben lässt, siehst du vielleicht klarer im Sinne von zählbar…. 😆

        *duck und wech* 😆

  11. Also, das mit den Spinnen hast Du nur geschrieben, damit wir unseren Kindergarten nicht bei Dir abladen. Gib es doch wenigstens zu. Unser Ältester, 9 Jahre, kann in der Tat stundenlang Hymnen auf die Seeschlachten von Admiral Nelson singen, über männliche Tugenden und überhaupt, gerne auch, das weibliche Geschlecht zu beschützen…. und in einem unbedachten Moment sagt man, dass im Badezimmer eine Spinne sei. Und er wäscht sich drei Tage lang nicht.

    • Ganz klar, da wächst ein kleiner Pubi heran! 😀
      Wie wirkt sich das erst aus, wenn er erführe, dass die Spinne nicht nur im Bad, sondern in der Wanne saß? Tagelang! 😀
      Lasst bloß nie Spinnenkadaver neben der Zahnpasta liegen, Leute! 😀

      • ‚Wissen macht Ah‘ kommt gerade das Spinnenthema. Live. Schalter 1. Wie hast Du das wieder hinbekommen?

      • Hahahahahhahahahaha … 😀
        Ja, das habe ich auch gesehen!
        Herrlich!!
        Und es wurde genau die Frage von Natisgartentraum besprochen: „Krabbeln Spinnen dem Schlafenden in den offenen Mund?“ 😀

  12. Jetzt mal etwas ekliges für Alle: Laut Statistik soll man ja im Laufe seines Lebens ein paar von denen im Schlaf verschlucken. Wieviele, darüber streiten sie noch. Es kursieren ja etliche Zahlen im Netz. Aber das es so ist, glaube ich schon.

    • HILFÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ!!
      Sind bestimmt schon paar dran erstickt, oder??
      Mann, meine da in der Badewanne: Die hätte bestimmt drei auf einen Streich erledigt!

    • Das ist ein Mythos. Spinnen vermeiden derart feuchte Höhlen wie unsere Körperöffnungen!

      • Ich habe allerhand für und wieder gelesen. Kann mir aber schon vorstellen das man im Laufe des Lebens ein paar Insekten verschluckt.

      • Insekten verschlucken, ja, das kann vorkommen, vor allem die kleinen Gewitterfliegen. Aber Spinnen, die nachts menschliche Körperöffnungen entern, das ist wirklich ein Mythos.

      • Dann will ich es mal glauben und kann beruhigt weiter schnarchen. Lach

      • Just gestern Abend kam das dann im Kinderfernsehen!
        Spinnen reagieren auf Bewegung, auch heben und senken des Brustkorbs beim Atmen und suchen das Weite; außerdem haben sie feine Härchen, die sie vor dem Luftzug warnen. Inklusive Experimente gestern schlüssig erklärt: Also seid ohne Furcht! 🙂

      • Sag ja, DAS ist ein Mythos. Das Spinnen wiederkehren, dagegen nicht.

      • Echt jetzt??
        Mann, dann kann man sich das ganze Theater wirklich sparen ….
        Schade, dass die diese Thematik gestern nicht auch behandelt haben. Ich war ganz Ohr!

      • Da bin ich aber erleichtert.

  13. derkleineherrfelix.wordpress.com permalink

    Mau Anke und Pubi,
    mit Kater wäre das nicht passiert!
    Wir entfernen zuverlässig alle Spinnen derer wir habhaft werden.
    Schnuuur Felix

    • Was machst du denn mit denen, kleiner Felix?
      Etwa spachteln? Als Fleischzulage zu den Möhrchen?
      Wobei das bestimmt keine schlechte Idee ist … bestimmt sehr ballaststoffreich! 🙂

      • derkleineherrfelix.wordpress.com permalink

        Mau Anke,
        nee so was frisst der Kater Gentleman nicht, Aber ich kann die prima jagen und killen…
        Schnuuur euer Felix

  14. Romantische Herbstweise? Spinnen? Obergrusel…

  15. Weberknechte fressen die „echten“ Spinnen? Das wusste ich auch noch nicht. Würd ich gerne mal sehen. Werd mal eine entsprechendes Youtube Video googeln 😛

  16. Ich bin arachnophobisch, werde weiß wie der kleiner Gast bei Euch und setze mich gerade selber einer gewissen, nicht therapeuten-überwachten Abstumpfungsstrategie aus. Ich habe (kleinere) Spinnen im Wohnzimmer, bei denen ich stolz auf ihre Arbeitsleistung (getötete Käfer) bin! Und eine im Schlafzimmer, im Fensterbereich. Wenn sich eine davon von ihrem zugewiesenen Platz entfernt, ist Ende im Gelände, dann ist nix mit Glas, dann ist Mord und Totschlag angesagt!

    • 😀 😀 😀
      Alles gut, meine Liebe! Atme tief und entspanne dich! Sie wollen dich nicht fressen, du bist ihnen zu groß! 🙂

      • Ich bin ihnen vor allem zu zäh, sie kommen nicht durch meine Haut. Aber ich kann dagegen nicht an. Während Schlangen bei mir keinen Ekel auslösen, ist das bei Spinnen anders, da ist eine Urangst in mir … genauso wie ich an Höhenangst leide, auch wenn ich eine dicke Glasscheibe zwischen mir und dem Abgrund habe.

      • Ja, das verstehe ich. Mit der Höhe das kenne ich. Mir kommt es dann immer so vor, als bewege sich der Boden. Ich gehe auch auf keinen Berg mehr, wo ein Abgrund ist. Nun lässt sich das ja gut vermeiden – Spinnen hingegen fragen einen ja nicht, wie man sich das Zusammenleben vorstellt …
        Halt dich standhaft!

  17. Ich hab mich KÖSTLICH amüsiert, lol
    Was ist das bloß mit den Spinnen, dass frau sich so fürchtet?
    Meine Tochter fällt in Schockstarre, wenn sie eine sieht 😉
    Mir geht´s da so mit Schlangen.
    Supi, dass du wenigstens probiert hast, sie zu befreien, hihi.
    Immerhin sind sie echte Nützlinge, muss man mal so sehen.
    Hihihi, ich gnigger immer noch, danke 🙂

  18. Hallo, ihr Kellerbewohner und Leute aus dem Erdgeschoss mit eigenem Haus, ihr seid ja echt zu beneiden. Zu mir in die 8. Etage verirrt sich ganz selten eine Spinne – dabei mag ich die, weil sie so rücksichtsvoll leise durch die Gegend eilen. Ich muss immer lachen, wenn Frauen Angst vor ihnen haben, zumal sie doch 100 und mehr mal größer sind als die Spinnen.
    Dann noch einen lustigen Spinn-Abend wünscht Clara

    • Kommen keine zu dir in die luftige Höhe?
      Dabei sollte sich das rumgesprochen haben, dass du sie magst. Ich als Spinne wüsste, wo ich willkommen bin! ❤

      • Spinnen sind ja schließlich keine Fassadenkletterer – Diebe auch nicht, die kommen auch nicht von außen über den Balkon hihi!

  19. Das war wirklich sehr mutig und noch dazu alles ohne Glasbruch zu haben. Das wäre wahrscheinlich viel ärgerlicher als die Spinne auf der Flucht.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: