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Immer wenn ich Brot hole …

22. Februar 2018
Immer wenn ich Brot hole, fahre ich mit dem Fahrrad durch den Wald. Insgesamt bin ich knapp eine Stunde unterwegs, deswegen gehört so eine Beschaffungstour reiflich überlegt. Per Häkchenkontrolle ist abzuklären:
– Regnet es auch nicht?
– Habe ich denn Zeit?
– Hat der Bäcker überhaupt offen?

Natürlich könnte ich mir das ganze Theater auch sparen und wie jeder normale Mensch die Straße benutzen. Dann wäre die Sache auch binnen zwanzig Minuten erledigt. Aber ich liebe die Tour und habe richtig Freude daran. Das ist ähnlich beschaulich wie bei Rotkäppchen, nur mit moderner, ans Zeitgeschehen angepasster Handlung. Seine Großmutter hat heute keiner mehr mutterseelenallein im Wald wohnen, und damit ich mich zwischen finsteren Fichten nicht vorm bösen Wolf fürchten muss, habe ich ein Pfefferspray dabei.

Aus den genannten Gründen rede ich mir seit Jahren ein, dass zum Bäcker keine Straße führt. Das klappt auch gut, wir essen halt wenig Brot.

Gestern Nachmittag sprach nichts gegen eine Beschaffungstour. Es nebelte scheußlich wie in einer Waschküche, das Thermometer bibberte bei vier Grad, die Turmuhr zeigte kurz vor 15:00 – wenn ich mich beeilte, käme ich noch vorm Dunkelwerden zurück nach Hause. Vor allem könnte ich es mir aber erlauben, die letzte lange Steigung mit meinem unbeleuchteten Fahrrad auf der Straße hochzustrampeln. Da habe ich deswegen immer Bock drauf, weil ich dabei richtig schön ins Schwitzen komme. Also hurtig!

Beim Bäcker ergatterte ich das allerletzte Brot aus dem Regal – was Kleines, so was in der Menge für zwei der sieben Zwerge – und machte mich mit meiner Beute auf den Weg in den Wald. Wie es der Zufall will, hatten etliche Mülheimer Hundebesitzer die gleiche Idee mit dem fixen Heimkommen vor der Dämmerung und so war es ungewöhnlich voll.

Gerade sauste ich bei den ersten Fichten am Bächlein um die Kurve, da gewahrte ich hinter der Brücke vier dick vermummte Damen älteren Semesters. Die schlenderten nebeneinander und nahmen die komplette Breite des Weges ein.
Wobei Weg echt untertrieben ist. Er hat die Abmessungen einer Straße, auch die Qualität. Der Asphalt weist weniger Schlaglöcher auf, als die Straße, auf der ich wohne.
Die Damen schwatzten aufgeregt und verhielten sich auch ansonsten arttypisch. Vornweg versuchte ein kleiner Hund heimzuflitzen. Er trug Mäntelchen und Stiefelchen und zog so kräftig an der Leine, dass er auf den Hinterbeinen lief und vorne hoch stand. Wohl wegen seines Fliegengewichts und wegen des interessanten Gespräches schienen die Damen das aber nicht zu bemerken.

Ob der Kaffeekränzchen-Idylle plagte mich zwar ein wenig das schlechte Gewissen, doch dann betätigte ich sacht meine Klingel. Nichts passierte. Ungerührt palaverten die Damen weiter. Ich schellte lauter: wieder nichts.

Vemutlich lag es an den wollenen Mützen und an den Ohrenschützern, dass die Girls nichts hörten und so bremste ich hinter der Truppe scharf ab. Doch auch meine quietschenden Reifen störten sie nicht und so blieb mir nicht weiter übrig, als mich auf dem Grünstreifen vorbeizuquetschen. Ich entschied mich für die Seite mit dem schmächtigsten Weiblein.

Das hätte ich besser bleiben lassen sollen, denn als ich eben auf gleicher Höhe dran vorbeischlich, kreischte das Weiblein fürchterlich auf.
Vor Schreck fiel ich fast vom Fahrrad!
Doch damit nicht genug: Statt wenigsten stehen zu bleiben, sprang die dusselige Kuh auf meinen Gepäckträger!
In letzter Not gelang es mir, den Drahtesel in Balance zu halten. Leider kam ich trotzdem von der Straße ab.

Wie ich mit der entführten Alten schnurstracks auf dem Weg in den Bach war, hatte die Zweite sich so weit gefangen, dass sie losblökte: „HILFE! HILFE!“
Die Dritte kreischte: „POLIZEI!
„KLINGELN SIE GEFÄLLIGST, JUNGE FRAU!!“, brüllte die Vierte.

Herrschaftszeiten, ich sage Ihnen weiter nichts! Mein Herz! Die Girls machten so einen Terz – so muss es dem Fuchs ergehen, wenn er im Hühnerstall vom Bauern erwischt wird. Also machte ich es wie der Fuchs und gab eilig Fersengeld.

Ich hatte mich gerade wieder beruhigt, bog 800 Meter weiter um die nächste Ecke, wanderte vor mir eine junge Frau mit vier riesengroßen Schlittenhunden. Wieder über die gesamte Wegbreite verteilt. Ich dachte noch: Nicht schon wieder! – Doch die junge Frau achtete auf ihrer Umwelt. Sie gab den Hunden ein Kommando und die vier stellten sich brav zwei rechts und zwei links vom Frauchen auf.

Wir Frauen winkten uns zu, wir lächelten uns an und setzten beide beschwingt unseren Weg fort.
So einfach kann einem ein Lächeln den Tag erhellen.

So, und wie ich kurz davor war, den Wald zur Straße hin zu verlassen, dann noch diese beiden sportlichen Herren hier: mit extrabreiten Lenkern gestylte und schön eingeschweinste Biker im besten Mannesalter.
Die heizten wie zwei Kometen auf mich zu.
Solche Vorstandvorsitzenden, die gemeinsam auf der Jagd Geschäfte machen – sicher wissen Sie, welchen Typus Mann ich meine. Die reiten da nach ihrem Bürotag, der aus unnützen Konferenzen, überflüssigen Telefonaten, Schlipswechseln und täglich neu verteidigter Hackordnung besteht, mit gezogenen Lanzen durch den Wald. Sie sind auf dem Survivaltripp und haben vorher gemeinsam zwei Kilo rohes Fleisch verschlungen, damit der Aggressionspegel auch hier in der Natur nicht sinkt. Wer sich ihnen in den Weg stellt, wird überrannt. Ich habe sie echt dick, solche Kerle.

Jedenfalls schossen die beiden Lichtgestalten gleichfalls wegbreit heran. Logisch, die nehmen ja schon einzeln mächtig Raum ein – allein die Aura drückt uns Kleinvieh wie ein Rambock von der Piste.

Jetzt ist es aber so, dass ich mit einem Fahrrad geboren wurde. Würde ich zu Fuß schüchtern und ängstlich vor soviel geballter Entscheiderkompetenz beiseitespringen und schuldbewusst für nichts den Kopf senken – straffte ich mich stattdessen und fasste den Lenker fester. Ich kniff die Augen ein bisschen zusammen und hielt die Spur. So in etwa.

Doch der Zufall oder das Schicksal wollten es – oder vielleicht waren es auch die beiden Idioten gemeinsam: Plötzlich lag da auf dem Teerweg vor mir ein überdimensionaler Pferdeschiss! Fein säuberlich Appel für Appel zu einer Pyramide gekackt – bestimmt einen halben Meter hoch!

Verdammte Scheiße, ich und die Chefs würden genau am Scheißhaufen zusammentreffen!
Der Riesenschiss war megafrisch, er dampfte sogar noch.
Der Herr Generaldirektor, der auf meiner Seite fuhr, gewahrte den Kack wohl im gleichen Moment wie ich, denn er grinste fies. Der andere Bankier kriegte die Sache auch spitz und grinste noch fieser. Eines muss man solchen Typen ja lassen: Deren Auffassungsgabe ist wieselflink!

Jedenfalls hatte ich den Eindruck, dass die die Sache auf einmal als Autorennen einstuften. Sie wissen schon, als Illegales. So eines, wo beide Kontrahenten aus entgegengesetzten Richtungen aufeinander zurasen, und der mit den schwächeren Nerven im letzten Moment beiseite zieht. Mit dem Unterschied, dass sich normalerweise beide Parteien einig sind und keiner ungewollt, so wie ich eben, Protagonist und somit Teil der Show wird.

Aber man muss das Leben nehmen, wie es kommt!
Zum Glück stamme ich aus einer Zeit, wo man bei kleinen Problemen weder zur Kindergärtnerin, noch zur Mutter, geschweige denn die zur Lehrerin rannte. Wir lösten noch selber.
Und so gab ich mich der Sache halt hin und stellte mich: Ich fasste den Lenker noch ein wenig fester, kniff die Augen noch ein bisschen mehr zusammen und trat noch kräftiger in die Pedale.

Die Leitfigur, die auf mich zuschoss, erkannte wohl meine Absicht, nicht zu weichen, und verlegte sich augenblicklich aufs Rumbrüllen, darauf verstehen sich solche Typen ja besonders gut: „DU DÄMLICHE PUTE! WENN ICH DAS SCHON SEHE! BLOSS NICHT BREMSEN!“, feuerte er mitten im Naturschutzgebiet eine Maschinengewehrsalve auf mich ab. Im selben Moment sausten wir um Haaresbreite aneinander vorbei. Der Ärmel seines BikerJackets schürfte über meinen kleinen Finger.

„Arschloch!“, informierte ich und weil ich so viel Schwung hatte, war der Wald da auch schon zu Ende.

Diese Brottour war mir jedenfalls zu aufregend.
Das nächste Mal fahre ich auf der Straße, da ist zwischenmenschlich weniger los.
Und vielleicht gibt es dann bei uns auch öfter mal ein Brot zur Wurst.

Lasst Euch nicht die Butter vom Brot nehmen, Leute!

Bis dass der Tod sie scheidet: Brot und Fahrrad gehören zusammen!

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From → Kolumnen

92 Kommentare
  1. Brot backen ist nicht so spannend, aber auch mit action:

    • Hahhahahaha … .-D
      Bei euch in der Dienstvilla passiert? 😀

      Das ist übrigens schon mal vorgekommen. Da war es Brei. ist dann aus der Küche hinausgelaufen, hat den Flur geflutet und das ganze Haus. Als kein Platz mehr war, ist die Pampe zum Haus hinaus, über die Wiese und in den Bach. Muss aber schon lange her sein, habe ich bei den Brüdern Grimm gelesen. 🙂

      • Annett permalink

        Mei, könnte man damit das Welthungerproblem lösen. Aber sicher hütet das Rezept dazu so ein Multiirgendwas als „mein Schatz“ in seinem Tresorbunker. Und die Brüder Grimm hat seit langer Zeit ja auch keiner mehr gesehen. oder?

      • Irgendwas ist schief gegangen, ich vermute das auch. Erschwerend seit damals kommt auch noch hinzu, dass da bestimmt wa sdrin ist, wo welche drauf allergisch. Vielleicht hat den Topp ja auch deswegen einer erschlagen! :-O

  2. Annett permalink

    Diese vollen Wegbreitennutzer kenne ich auch, die gibt es überall. Besonders beliebt in EInkauszentren. Zwei Leute bewegen sich in Kriechgeschwindigkeit mit Zwischenabstand (aber so, dass man nur quer durchschlüpfen könnte) auf einem mindestens 5 m breitem Emporenumgang, schreien sich ob der Entfernung zwischen sich eine mehr oder weniger sinnige Unterhaltung zu, nur um dann jäh stehenzubleiben oder eine volle Kehrtwendung zu machen. Auch sehr beliebt, die Durchschwingtürengaloppierer. Aufreißen-durch-Loslassen Die Nachfolgenden können meist gerade noch so wie Neo im matrixschen Kugelhagel den Oberkörper nach hinten durchbeugen, um nicht von der zurückschwingenden Metall-Glas-Schelle K.O. geschlagen zu werden. Artistisch wird es, wenn man dazu einen vollen, schwer steuerbaren Einkaufswagen vor sich her treibt. Ein Schritt rückwärts kann da zu Dominoeffekten nachrückendender Konsumenten führen oder zum gemeinen Hackentritt, der einen wieder nach vorn in die Umarmung der winkenden Kampftür schubst. Auch die selbstverliebte Selfiephonierer fordern zu Höchstleistungen auf dem Ausweichparcour. Entweder sie hängen gebannt am Schlauphon oder sie posieren vor jeder etwas spiegelnden Schaufensterscheibe für das x-te Narzistenfoto. Das im steten unvorhersehbaten Wechselspiel. Scheint ein neuer Volkssport zu sein. Von entgegenkommenden Einkausfwagenrennfahrern bzw. Kinderwagenquerstellern gar nicht erst zu reden.
    Bah, jedes Wochenendshopping bietet mehr als ein Fitnesskurs. Steigerungen intervallartig vor und zu diversen Feiertagen.
    Du siehst, nicht nur in der schönen Natur findet sich der hundsgemeine Hemmschuh.

    • Hhahahahahahhaha … 😀
      Also, ich lese es überdeutlich: Du bist richtig stinkig megawild extragenervt!! 😀
      Vielleicht sind das ja immer die Gleichen, die rumreisen und anderen auf den Geist gehen … Weil so viele solcher Hirnis dürft es doch eigentlich nicht geben … :-O Guck mal übermorgen beim Einkauf, ob die eine einen kleinen Hund dabei hat, dann sind das Mülheimer auf Städtetour! 😀
      (Fahr aber nicht zu nah mit deinem Einkaufswagen draun vorbei, sonst springt die Alte drauf, dann sind die Eier und die Blumen hin!)

      • Annett permalink

        Doch, es gibt noch viel mehr Hirnies, auf die ich hier nicht eingehen werde, sonst gehe ich ein.
        Die Hundehalter habe ich vergessen zu erwähnen. Jede vernünftige Töle verfügt sich aus Selbsterhaltungstrieb auf einen Ausweichparcour. Sollte man da annehmen, die wären intelligenter als die Halter? 😉

      • 😀
        Muss wohl. Vor allem aufmerksamer! 😀

  3. ich habe mich beim Lesen köstlich amüsiert, kam mir alles sehr bekannt vor.

  4. hihi, super gemacht!

  5. Liebes Rotkäppchen!

    Bei Euch ist ja mächtig was los. Man solls nicht glauben, wie spannend eine Fahrt zum Bäcker sein kann. Also mir wäre das auch zu nervenaufreibend. Ich würde das nächste Mal einfach beim Bäcker anrufen und ihn bitten, das Gewünschte höchstpersönlich vorbeizubringen. Bin mal gespannt, welch mysteriösen Personen er auf seinem Weg begegnet 🙂

    Liebe Grüße … Bernd das Brot … äh
    Mallybeau

    • Jetzt warst du mir gerade versehentlich in den Papierkorb entschlüpft! Hilfe!!
      Aber ich habe es flugs korrigiert und behoben!
      Guten Morgen meine liebste Bernd-Mally! 🙂
      Ist gut, ioch rif nachher gleich an und bestelle ein Brot! und wenn die das doof finden, sag ich, dass man in der Apotheke ja auch heimgebracht kriegt, wenn man sagt, man habe keinen Untersatz, und außerdem müsse man ja mit der Zeit gehen. Und erst recht fahren!
      Ja, so mach ich’s!
      Kommst du zum Vespern? ❤

  6. Aaaaaaahahahaha, solche Leute gibt es bei uns im Wald auch. Auf den Weg passt ohne Probleme ein Forst-Trecker. Und wie ich da neulich joggend ankam – nicht gerade leise, da röchelnd und mit klimperndem Schlüsselbund in der Hand – gingen drei ältere Damen gemütlich nebeneinander vor mir her, Hintern an Hintern an Hintern, einmal quer über den Weg.

    Ich klimpere mit meinem Schlüssel.
    Nüscht.
    Ich rufe: „Achtung, Überholverkehr!“
    Nüscht.

    Auf einmal tut sich eine Lücke zwischen den Hintern auf, ich sprinte todesmutig hindurch, und hinter mir pöbelt es: „Ja, natürlich muss die mitten zwischen uns hindurch laufen!“

    Der Restatem war mir dann doch zu schade für eine Erwiderung.

    • Hahahhahahaha … 😀
      Dabei hättest du wirklich alles rufen können, die hätten dich nicht eingeholt! Sogar mit einer Schrotladung hättest du den Hintern drohen können. Ungestraft! 😀

  7. das niveau des zwischenmenschlichen sinkt immer mehr ab, soviel is mal klar. haben wir doch alle irgendwann mal gelernt bekommen sich mit den ellbogen gegen alle anderen zu behaupten. verdammte sch…
    der knüllch da muss aber auch mit dem fahrrad unterm hintern geboren worden sein. nur so ist zu erklären wie schnell er durch die kinderstube gerammelt ist … – das hat der doch nicht wirklich gesagt, oder??
    auf alle fälle könntest du fahrradkurse geben. da wäre ich voll dabei. ich denke ich könnte viel brauchbares lernen 😉 😀

    • Hahahahhaha … 😀
      Heute ist es in den Kommentaren besonders lustig! Das macht ja noch mehr Spaß als die Story an sich! 😀
      Ich danke euch dafür! ❤

      Ja, komm mal auf einen Kurs vorbei, ich trau mich in nächster Zeit eh nur in Begleitung auf Brotbeschaffungstour. Könnte ja sein, dass mich eine der Schachteln oder einer von den Chefs erkennt 😀

      Aber klar hat der mich angebrüllt, ich sei eine dämliche Pute. Genau gegenüber vom Bauernhof war das. Die haben übrigens Gänse, die haben auch mitgemischt, denke ich, weil die freuen sich immer, wenn was los ist 🙂

  8. Gut das ich einen persönlichen Brot und Brötchen Bringdienst habe.
    Ist ja schon Krieg genug auf den Strassen im Pott, wozu dann noch durch den Wald?

  9. Ach du meine Güte °!°

    Da denkt frau, nur in der Stadt gäbe es diese Mentalität…ICH first!

    Ich empfehle: Brot selber backen und da liefere ich dir auch gleich ein Rezept mit, das sozusagen von allein wird *lol*und das leckerste Brot der Welt ist !
    https://www.esskultur.at/das-brot-teil-1/

    Allerliebste Grüße,
    Brigitte

  10. Wenn ich mir dann noch vorstelle, wie die beiden Vorstandshelden auf die vier dicken Damen getroffen sein müssen dann ist das wahrscheinlich besser als ein Pferdeapfel-Inferno. Wahrscheinlich hängen bei deiner nächsten Bäckertour zwei verbogene Bikes in den Zweigen der Bäume. Harharhar….

    • Hahahhahahahaha … 😀
      Ich fahr gleich morgen Nachmittag nachgucken! 😀
      Die letzten zwei Tage ziehen hier bei mir immer Armeehubschrauber über den Wald. Erst hab ich mich ja nur gewundert, weil ich dachte, die seien alle kaputt. Aber vielleicht hat das ja eher was mit den sechs Leuten da zu tun! 😀

  11. Wir essen halt wenig Brot? Hi hi. 😀 Das ist auch eine Möglichkeit.

    OmG, ich könnte schreien vor Lachen. Als ob quasselnde Damen die Fahrradklingel hören würden. *lach* Das sind die, die auch nicht registrieren, wenn man an ihnen vorbei möchte, weil man nicht hinter ihnen herschleichen und den Geschichten lauschen möchte. Oder die dich aus leeren Augen angucken, wenn sie dir entgegenkommen, aber trotzdem den ganzen Weg einnehmen, sodass man am besten ins Feld hüpft, um nicht zu stören. 🙂

    Ich ärgere mich ja immer über Fahrradfahrer 😉 , die offenbar keine Klingel haben, oder sich erst dann an ihrer KLingel erinnern, da war doch was, wenn sie schon direkt hinter mir sind, ich mich demnach zu Tode erschrecke, sozusagen direkt mit aufs Fahrrad hüpfe und keine Zeit habe, die Leine meines Hundes einzuholen. 🙂 Geschweige denn, ihn Sitz machen zu lassen. Denn bis dahin ist derjenige mit mir auf der Stange schon über alle Berge geradelt. 🙂 Daher schätze ich Fahrradfahrer sehr, die von weitem Klingeln und nicht an mir vorbeirasen, als gäbe es kein Morgen mehr, sodass ich schon vom Luftzug umfalle. 😀

    Oh ja, solch ein Lächeln kann einem den Tag erhellen. Ich bin immer sehr glücklich über solche netten Begegnungen. So gehts nämlich auch. Haben viele leider vergessen.

    Tja, und solche Typen … was soll ich sagen … Gentlemen ist eine aussterbende Rasse. 😉

    Danke für den Lacher heute, der nochmal so viel Freude macht, da ich hier tippen kann wie ein Weltmeister und alle Buchstaben erscheinen auch gleich. Hach, ich liebe die Technik. 😉

    Lachende Grüße,
    Martina

    • Hahahahahhahahahaha … 😀
      Ich hoffe, ihr seid heil wieder zusammengetroffen, du und der Hund! 😀

      Aufr alle Fälle: Hätte ich gewusst, wie sehr dich dein alter Laptop am Erzählen hindert, ich hätte deinen Wunsch nach einem Neuen (Ha, da ist es wieder! :-D) ganz dringenst unterstützt!!
      Also, wenn wieder was ist, mit der Technik, dann gib mir Bescheid, dann starten wir eine Petition oder Größeres! 😀

  12. Hallo, du, gleich zu deinen ersten drei Häkchen-orientierten Fragen: 1 und 3 lasse ich durchgehen, aber bei Punkt zwei kannst du doch unterwegs korrigieren. Du bist losgefahren und bist ca. 5 Minuten vor dem Bäcker – doch ein Blick auf die Uhr sagt dir, dass du es doch nicht schaffst – und schwupp, kannst du wieder umkehren.
    Dieser langlustige Artikel muss ja ein Machwerk von Tagen oder sogar Wochen sein – fleißig, fleißig UND lustig!
    Lieben Gruß von mir
    Häääääääääääääää? Ich dachte schon, dass ich den Kommentar schon „vor Stunden“ abgeschickt hätte.

    • Ooffen war der Bäcker bisher immer, wenn ich dort anlangte. Aber! Dat Brot war schön öfter aus!! Da bin ich dann in Summe wieder meine halbe Stunde rückgeradelt, daheim haben wir dann Hänsel und Gretel gespielt. Jeden mit einem Ränftel (Stück Kanten) in sein Zimmer gesperrt. Bloss inner heutigen Zeit meutern die Plagen ja dann und stopfen sich mit Schokoriegeln und Chips voll, ist ja nicht mehr leer, die Vorratskammer, wie im Mittelalter. Deswegen habe ich jetzt immer Haferflocken vorrätig. (Falls auch mal die Riegel aus sind.)
      Danke für’s Kompliment, Clärchen! ❤

      • Schätzelein, ich komme aus einer Gegend, wo man auch ränftel gesagt hat, du musstest es mir also nicht erklären, höchstens allen anderen Lesern.
        Ich bin gerade erst vom Doppelkopf nach Hause und vollkommen durchgefroren, weil mir die S-Bahn vor der Nase weggefahren ist und ich 20 Minuten in der Kälte stand. Ich muss in die Badewanne.

      • Mach das bloß fix! Ich hab gerade im Radio gehört, wie heftig besitzergriefend die Grippewelle zugehauen hat. Und wenne anner Haltestelle Kontakt zu infizierten hattest – hurtig, wärm dich, schütz dich!
        (Und nimm ein Ränftel mit, weil wer hungert kann nicht kämpfen!)

      • Ich sage es immer wieder, meine Kinder in Anführungszeichen sollten sich mehr um mich, als dass je meine Mama gemacht hat. Deswegen geht es mir wahrscheinlich trotz Grippewelle gut.

      • Man muss aufeinander aufpassen! ❤

  13. „Zum Glück stamme ich aus einer Zeit, wo man bei kleinen Problemen weder zur Kindergärtnerin, noch zur Mutter, geschweige denn die zur Lehrerin rannte. Wir lösten noch selber.“ – wie schön, dass DAS auch einige Jahre nach mir noch funktioniert hat. Schöööööööööööööööööön!!!!!!!!!!!!!!!

  14. Welch aufregende Fahrt du hattest……ogottogott.
    Ich würde dir raten eine Zweiklangglocke ans Rad zu schrauben- die weckt auch zur Not Tote auf, garantiert.
    Mein Kopfkino konnte sich nicht von der Pferdeäpfel Pyramide lösen..lachmichweg. Fast ein Kunstwerk , toll, was Fäkalien alles können.
    Da kannst du ja glücklich sein, dass dein Brot nicht obendrauf gefallen ist und es so sicher bei dir aufgehoben war.
    Liebe Anke, danke für den superlustigen Beitrag. Das ideale Lifting für meine Mundwinkel und Laune.
    Lieben Gruß ❤
    Ellen

    • Dat Brot oben drauf! 😀 😀 😀
      Wo’s ja auch noch gedampft hat. Hab ich nicht mal irgendwo gelesen, dass man Pferdäppel sogar essen kann …?
      Auf alle Fälle geht das bei Kaffeebohnen, da bin ich mir sicher. Da gibt es so eine sauteure Bohnensorte, die haben Katzen gefressen, verdaut und … ausgedingst. Dann werden die gewaschen, getrocknet, gerlöstet und in Tütchen gekippt und verschifft. Und hier gibt es dann solche Idioten, die die Katzenscheiße trinken! 😀

      • 😂😂😂igittigitt

      • Wat du nur hast 😀

      • Doris permalink

        Jaaaa! Und dat kost ein Schweinegeld! 😀

      • Natürlich kostet dat ein Schweinegeld – weißt du wie schwer es ist, Katzen dazu zu bringen, Kaffeebohnen zu fressen?

      • Der Jürgen kennt sich mit den Bohnenkaffeekatzen aus. Ich habe das mal im Fernsehen gesehen. Soweit ich mich erinnere, haben die das freiwillig gefuttert, weil nicht kaserniert, sondern in der freien Natur.
        Obwohl … siche rbin ich mir da jetzt auch nicht mehr …
        Jürgen, was meinst du?

      • Das war auch nur so ein Spruch von mir, ja, stimmt schon, diese Sorte Katzen
        „ursprünglich aus Exkrementen von in freier Wildbahn lebenden Fleckenmusangs “
        „Der hauskatzengroße Baumbewohner ist vorwiegend nachtaktiv. Neben den Früchten der Kaffeepflanze ernährt er sich von anderen Früchten, gelegentlich von Kleinstsäugern und -reptilien, Eiern, frisch geschlüpften Küken und Insekten. Von den Kaffeefrüchten kann er aber nur das Fruchtfleisch verdauen, die Bohnen werden wieder ausgeschieden. Das Exkret wird von den Einheimischen eingesammelt. Dabei hilft dem Kundigen, dass die Schleichkatzen immer wieder an der gleichen Stelle ihr „Katzenklo“ aufsuchen. Die Bohnen werden gewaschen und leicht geröstet. Im Darm dieses Tieres sind die Kaffeekirschen einer Nassfermentation durch Enzyme ausgesetzt, welche die Geschmackseigenschaften ändert: es entsteht ein dunkles und volles, aber auch etwas „muffiges“ Aroma; der britische Schauspieler John Cleese beschreibt den Geschmack als „erdig, modrig, mild, sirupgleich, gehaltvoll und mit Untertönen von Dschungel und Schokolade“.“

      • ❤ ❤ ❤

        Wobei: Probieren möchte ich das nach den Ausführungen unter keinen Umständen! 😀
        Ich bleib bei herkömmlichem Kaffee. Und dat nicht nur wengen dem Preis! 🙂

      • Doris permalink

        😉 Doch. Ich hab selber eine. 😀

  15. Doris permalink

    Liebe Anke,
    was fürn Aufriss für ein klitzekleines Brot. Ich habe mich weggeschmissen, Deine Schilderung ist köstlich. Und so wahr, das ist ja das Schlimme. Sämtliche Typen, die Du da beschreibst – kenne ich, die sind genau so. Aber hömma, was habt Ihr denn da für Monsterpferde, die gleich einen halben Meter hoch sch…? 😀 Da hätte mein Hund ja Spaß dran gehabt!
    Zur Nervenschonung und allgemeinen Entspannung bei Brotmangel würde ich Dir ja einen Sauerteig fürs Selberbacken empfehlen. Nicht, dass Dich Rotkäppchen irgendwann doch noch der böse Wolf holt auf dem Weg zum Bäcker. Denn der Wolf ist ja bekanntlich wieder auf dem Vormarsch. 😉
    Liebe Grüße,
    Doris

    • Was machst du denn hernach mit dem Hund?
      Muss der dann draußen schlafen oder geht der dann ins Hotel?? 😀
      Ja, selberbacken, das wäre echt was!
      Ich hab nur mehrere linke Hände, leider ….
      Aber da komme ich bestimmt auch noch hin! So ganz unabhängig von allen sich selbst zu versorgen, und das am liebsten wo es schön einsam ist. Hach … ❤

      • Doris permalink

        … im Zweifelsfall ist Duschen angesagt, wobei er Pferdeäpfel gern verspeist, aber Fuchskot und Kuhmist gern zur Ganzkörperparfümierung nutzt, wenn Herr- oder Frauchen nicht schnell genug einschreiten. Das ist manchmal nicht lustig! 😀
        Ich bin auch nur ein Quartals-Selberbäcker. Such doch mal „No-Knead“-Brote, die sind wohl recht problemlos zu machen. Aber machen wir uns nix vor – es kostet Zeit und Logistik, so eine Selbstversorgung auf die Beine zu stellen. Da ist Radeln manchmal doch einfacher. 😉

      • Bääääähhhh … Ich reiher gleich! 😀
        Und wenn er’s dann gefressen hat, was machst dann mit ihm?? 😀 😀 😀

        Ohne Kneten, das klingt gut!! Super! Vor allem die Schweinerei! Zutatén lassen sich ja auch erradeln. Okay, ich weiß auch nicht weiter! 😀

      • Doris permalink

        Öhm … ich warte, bis er runtergeschluckt hat! 😀

  16. „Der Riesenschiss war megafrisch“ – ich lache Tränen. Darf ich ja auch, hast ja immer gewonnen. Was ne Tour – chapeau!

    • Immer gerne! 😀
      Auf alle Fälle ist er weg, den hat bestimmt einer gebraucht. Stell mal vor, er läge jetzt noch da. Steinhart gefrorene Pyramide, mit der könntest jetzt einen erschlagen! 😀

  17. 😂 ich backe neuerdings selbst Brot, OBWOHL ich nicht so spannende Weggeschichten erlebe 😉

    • Wenn es mir nicht ums Fahrradfahren ginge, würde ich jetzt auch selber backen! So viel Stress nach Feierabend, das hat mich bestimmt paar Wochen Lebenszeit gekostet. 😀

  18. Tja, schöne Geschichte…und da ich sowohl Radfahrer als auch Fussgänger und Autofahrer bin kenn ich die Situation von allen Seiten …und mit etwas mehr Rücksicht könnten auch alle gut damit leben…aber seit der Geiz ist geil Zeit meinen manche das auch auf das menschliche Miteinander ausdehnen zu können…neulich habe ich mit meinem MTB beinahe einen Dackel stranguliert…der an einer 20 Meter Leine durch die Gegend eierte, die ich leider nicht sah weil ich auf Fussgänger auf dem Radweg achten musste…und eine Klingel habe ich nicht, die kommt mir nicht ans Rad 🙂
    Eins kann ich mir aber nicht verkneifen, schon mal besagte Kaffeebohnen probiert ? Du wirst staunen, es geht nur bei bestimmten Bohnen und bestimmten Katzen und deren Verdauungssäfte geben den Bohnen ein unvergleichliches Aroma….leider zu teuer für den Hausgebrauch aber total klasse…und wer jetzt wie oben Igitt schreit sollte sich mal anschauen wie sein Fleisch produziert wird…. soviel für heute im Klugscheissermodus 🙂
    LG Jürgen

    PS : Pferdeäpfel habe ich als kleiner Junge im Dorf gesammelt und meiner Oma übergeben, bin hinter den damals noch häufigen Pferdefuhrwerken hergelaufen, Oma hat dann ihren Garten damit gedüngt und ich habe als Honorar frisches selbstgerechtes Weissbrot mit Quark und Riesenerdbeeren bekommen…riesig dank Pferdeapfel ….

    • Der arme strangulierte Dackel! 😀

      Ja, eigentrlich hast du mit deinen Kack-Bohnen und dem Fleisch recht. Letztens geisterte so ein Video durch meinen Newsfeed: „Künstliches Fleisch für Vegetarier – Ist das die Zukunft des Fleischkonsums?“ Mir langte ja echt die Überschrift, ich wollte mir da snicht ansehen. Ich kann es allerdings auch nicht vergessen. Ob ich doch mal nachschaue …? 😀

    • solltest du mich überfahren
      strangulieren
      oder ähnliches
      wird mein ronnyherrchen
      dich grillen
      recht unauffällig
      denn unser grill hat auch keine klingel
      sowas kommt uns da nich ran 🙂 😉
      pferdeäppel zwei tage sonnengereift
      sind meine beute
      also bitte finger wech davon
      das letzte was du siehst is ein weißer blitz 🙂
      gruß bella 🙂
      p.s. :
      mein fleisch
      is aus fleisch
      nich aus algen
      nich aus tofu
      aber wenn du mich ne möhre schreddern siehst
      fällste vom glauben ab 😀 😀
      ich fress was ich brauch
      auch wenn es der postbote is

  19. Bei dir ist ja viel los. Wenn mir das passiert wäre mit dem Vorbeifahren an den Frauen, wäre ich ganz locker geblieben. Ich habe immer die Devise, das mich nichts aufregen kann. Ich wollte nur ein Brot holen und nach Hause fahren, da kann mich doch niemand stören. 😉 Entweder hätte ich die gefragt ob was passiert ist oder hätte mich hingestellt oder hätte an etwas schönes gedacht. Dazu ist mir die Zeit zu schade, mich mit denen rumzustreiten 😉 Genauso die Situation mit dem Rocker, einfach den Kollegen vorbeiziehen und gar keinen Streit anfangen. Weil ich mich dann aufregen würde und dafür ist mir die Lebenszeit zu kostbar

  20. So herrlich! Danke. 😂 😂

  21. Das liest sich vermutlich sehr viel witziger als es eigentlich war. Aber die vier Damen zeigten sich auch ungewöhnlich beherzt, als sie dich gleich attackierten. … zum Glück musst du nicht so oft Brot holen. Kann ja lebensgefährlich werden bei euch.

  22. Und wer ist nun in der Pferdeschißpyramide gelandet?

    Bei den Anderen stelle ich mir gerade die Frage, ob wenn sie außerhalb des Waldes unterwegs sind, ihnen Hybrid-Autos wohl lieber wären.

    • Gute Frage! Außerhaöb werde ich die nur leider allesamt nicht erkennen, so vermummt wie die alle waren. Die einen mit Wollmützerln und Schals, die anderen mit spacigen Sonnebrillen, schlanken Fahrradhelmen und Strumfhosen.
      Aber ich pass auf, vielleicht läuift mir ja mal draußenherum einer in Montur übern Weg! 🙂

  23. so wie du mit dem rad fährst
    sollte ich wohl eher angst haben um meine wolfkumpel
    aber mit deinem fahrstihl wirste nie einen wolf zu
    sehen bekommen
    das mit dem klingeln
    is allerdings wichtig
    manche zweibeiner sind beschäftigt mit ihren hundies
    denn sie trainieren
    und da is ein kleines bimmelim
    zumindest bei meinem herrchen
    recht hilfreich
    auf das er dich bemerkt 🙂
    dann brauchste ihn nich in den waldweg einpflügen
    mit deinem velo
    bei mir is das anders
    ich bin jack russel terrine ich steh immer im weg 🙂
    sowas gehört bei uns zur grundausbildung in der welpenschule
    von mamma 🙂
    und die hab ich mit
    eins +
    abgeschlossen 🙂
    zwanzig minuten straße
    gegen ne stunde durch den wald
    da muß ich dir wohl nich erklären
    welche strecke ich gehen würde 🙂
    gruß bella 🙂
    p. s. :
    ich würde auch wenn ich zweibeiner wäre
    niemanden auf meinem gepäckträger mitnehmen 😀 😀

  24. Herrlich. Die Märchen-Verkleidung 🙂

  25. mamawelt36 permalink

    Saucool !!!

  26. Der Brotkampf für echtes Brot ist auch in Berlin eine Herausforderung. Schöne Geschichte.

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