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Überschwemmung im Keller

5. Juli 2021

Kann die eigentlich auch mal von was Anderem erzählen als vom Fahrradfahren und Einkaufen?
Kann die.
Wird aber eher mau, passiert ja immer noch nicht wieder so viel.
Bis auf letzten Feiertag, da war hier fett was los!

Los ging es damit, dass die WetterApp auf einmal 100% Gewitter verkündete.

Ich voll den Schreck gekriegt! Alle paar Minuten erneut das Wetter gecheckt: Nichts tat sich. Auf dem Bildschirm blieb es dabei: ab 22:00 Uhr Blitze und Schiffstauregen, die ganze Nacht lang.

Ich kriegte das Flattern und mein Mann sagte den Grillabend mit seinen Jungs ab. Meine Freundin Moni fragte irritiert, weswegen wir uns so übers Wetter aufregen würden. Gewitter wären doch eine gemütliche Naturerscheinung, sofern man im trockenen Haus säße.

Doch genau da hakt es bei uns!

Trotz dass wir auf einem Berg wohnen, laufen hier in den umliegenden Häuser bei Unwetter die Keller voll. Das Wasser, das drinnen landet, stürzt nicht etwa als Lawine durchs Fenster – nein: Es kommt von unten. Aus der Kanalisation, aus den Kabelschächten, den Wänden …

Woran liegt das?

In unserer beschaulichen Stadt wird das mit dem Abwasser offensichtlich von Schildbürgern geregelt. Eine grüne Fläche nach der anderen wird bebaut und versiegelt. Schön mit Häusern, Garagen und Nebengelass und drumherum alles gepflastert, wie man das heute gerne hat. Das Niederschlagswasser, das ursprünglich im Boden versickerte oder sich sonst wo seinen Weg suchte, wird schön geordnet der Kanalisation zugeführt. 

Die Abwasserrohre sind in weiten Teilen aber noch die der urspünglich spärlichen Besiedelung der Gegend. Bei Starkregen ist die maximale Durchflussmenge in den Rohren schnell erreicht – und dann drückt das Wasser eben da raus, wo der Widerstand geringer. Wir und unsere Nachbarn sind somit Teil der städtischen Kläranlage, oder vielleicht werden wir auch als eine Art Staustufe betrachtet. Wenn zu viel da ist, wird bei uns zu Hause zwischengelagert, bis die Städtischen wieder genügend Platz haben. Ehrenamtliche Maßnahme, versteht sich.

Aber lassen wir das Theoretische mal beiseite und finden wir uns gemütlich zur Show in meinem Kellergeschoss ein!

Das letzte heftige Unwetter lag schon ein paar Jahre zurück und wir waren leichtsinnig geworden. Wir hatten zusätzliche Wohnbereiche in den Keller verlagert: Mit dem Schlafzimmer waren wir runter gezogen (Im Sommer ist das megageil!) und mein Mann hatte seinen Probenraum in den breiten Flur verlegt. Die Kinder werden eben größer, die freuen sich über mehr Raum alleine unterm Dach. Gibt Dinge, die will man als Eltern auch besser nicht mitkriegen! 

Jedenfalls setzte an jenem Feiertagsdonnerstag mit einer halben Stunde Verspätung stürmischer Regen ein. Er peitschte an die Fenster, er drosch aufs Dach – weil aber kein Blitz zuckte und auch kein Donner krachte, flätzten wir relativ relaxt auf dem Sofa. Nach einer Weile ging mein Mann die Kellerräume überprüfen.

„Alles ruhig“, kam er kurz darauf zurück und nahm sich ein Bier.

„Muss das sein?“

Mein Mann nickte und entkronte die Flasche.

Der Regen drosch weiter ungebremst aufs Land. Plötzlich befahl mir eine klare Stimme im Kopf: „Marsch, in den Keller!“

Normalerweise höre ich ja nicht, wenn mir einer was anschafft – aber beim Keller krieg ich das große Rennen!

Zuerst sauste ich in die Waschküche. Da ist wenig zu tun, das geht schnell: Teppich einrollen, der da zum Höhenausgleich über der Sickergrube liegt; Bügelbrett und Bügeleisen raus auf die Kommode und zum Schluss die riesige schwarze Baumarktwanne so unterm Waschbecken positionieren, dass sie das überlaufende Wasser auffängt!

Anschließend in den Vorratskeller! 

Da lagerte alles – schön wie beim Sitzkreis – auf dem Fußboden. 

Ich stieß einen fäkalen Fluch aus. Solchermaßen motiviert begann ich dann eilig, Türme aus Sport- und sonstigen Taschen zu schichten, die meine Leute – einschließlich meine Wenigkeit – für gewöhnlich dort bis zum nächsten Gebrauch zwischenlagern. Es galt, so viele textile Behältnisse wie möglich aus der bodennahen Gefahrenzone in Sicherheit zu schaffen!

Im Lauf der vergangenen Unwetter hat sich bei uns eine Routine im Handling der Situation eingespielt: Während ich mit den Plörren im Keller beschäftigt bin, beobachtet mein Mann die Straße. Sobald sich die Wassermassen, die rechts und links am Bürgersteig den Berg heruntergeschossen kommen, in der Straßenmitte vereinigen, begibt man sich besser mit allen verfügbaren Mann, bewaffnet mit Eimern, Schüsseln und Lappen, runter. Hatte ihm der Nachbar gleich nach der feuchten Feuertaufe in unserem ersten Sommer hier verraten.

Mir ist solche Beobachterei zu meditativ – zumal die Straße nachts stockfinster liegt. 

Ich achte stattdessen lieber auf die Geräusche im Haus.

Gurgelt der Küchenabfluss, bleiben noch exakt drei Minuten, bis es zur Sache geht.

So auch dieses Mal. 

Das Spülbecken rülpste. „Gleich kotzt es!“, rief mein Mann runter.

„Habs gehört!“, rief ich rauf. 

Während ich noch geschwind die Fließbarrieren aus alten Bademänteln auslegte, die sich in der Vergangenheit bewährt hatten, damit sich die Suppe nicht unkontrolliert im ganzen Kellergeschoss ausbreitet, baute mein Mann seinen Proberaum ab. Weil ihm das so früh einfiel, quoll das Wasser bereits aus der Wand, als er gerade mal die am tiefsten stehenden Gerätschaften auseinandergenommen und in den Heizungskeller bugsiert hatte. In drei Minuten schafft man halt nicht viel. 

Wie es dann in seinem Reich weiterging, weiß ich nicht genau, denn in der Waschküche setzte Plätschern ein! 
Das Waschbecken lief über. Gleichzeitig richtete sich ein Springbrunnen aus der Sickergrube auf – ein echt schönes Schauspiel. Romantisch wie in Sanssouci, fehlten nur die Fanfaren. 

Ich hielt es für besonders pfiffig – im Nachhinein entpuppte es sich als ziemlich doof: Diesmal wollte ich das Wasser daran hindern, die komplette Waschküche zu fluten und legte die schwere Mantel-Fließbarriere knapp hinter der Fontäne aus.

Schnell stieg der Pegel an und ich begann zu schöpfen. Mit der Rührschüssel in zwei Eimer, schnell waren beide voll.

Ich hievte sie auf und watete durch den Flur zur Treppe. Im Erdgeschoss kippte ich den ersten Eimer ins Klo – da lief die scheiß Brühe nicht mehr ab! Im Gegenteil! 

Es kam noch mehr von unten hoch!

Braune Suppe!

Bis zum Schüsselrand! 

HILFE!!

„WOHIN MIT DEM WASSER?“, brüllte ich. Zur Haustür raus ging nicht, davor stand es ebenfalls zentimeterhoch. Hatten wir bei unserer allerersten Überschwemmung nämlich mitleidig hereingelassen.

„Kipp in den Wirlpool! Wird der wenigstens endlich mal genutzt!“

Ich schleppte meine Ladung also wieder nach unten und watete den Gang nach hinten. Als ich die Sauerei auf Höhe der Waschküche blickte, erkannte ich, dass der Kampf dort eh verloren war und entschied, meinen Mann im vorderen Teil zu unterstützen, denn dort kam Wasser aus drei Räumen an. Deshalb ließ sich dort auch besser schöpfen, denn hinter dem künstlichen Bademantelstaudamm sammelte sich das Wasser 10 cm hoch.

Schnell hatten wir zu optimalen Arbeitsteilung gefunden. Mein Mann schöpfte und ich schleppte. Zwischen den dicken Mauern ist halt wenig Platz. Wir schwitzten beide wie die Tiere.

Endlich, als der Whirlpool schon eine gute Füllmenge aufwies (wäre das Wasser klar gewesen, hätte man nach getaner Arbeit gut darin baden können), hörte das Plätschern in der Waschküche auf. Der Springbrunnen im Waschbecken beruhigte sich und auch der in der Sickergrube nickte ein.

Nach einer weiteren halben Stunden floß auch bei uns im vorderen Teil kein Wasser mehr nach und wir inspizierten die restlichen Räume. Im Vorratskeller standen die üblichen Pfützen, zum Glück war der ehemalige Kühlraum – in dem meine hochgeschätzte und seit Generationen weitervererbte Weihnachtdeko lagert – wie gewöhnlich trocken geblieben. Heizungskeller und Schlafzimmer ebenfalls.

In der Waschküche war das Wasser mittlerweile durch die Sickergrube abgeflossen – die Eisentür zum Kriechkeller hielt mein Mann geschlossen: „Auf die Schweinerei hab ich heute keinen Bock mehr, da guck ich erst morgen rein!“

Mich freute das, denn normalerweise ergoss sich beim Öffnen von dort eine Schlammlawine. 

Es war mittlerweile halb zwei Uhr, wir waren durch …

Am nächsten Morgen waren wir dermaßen mit Aufräumarbeiten und erweitertem Informationsaustausch mit der Nachbarschaft beschäftigt: Wir vergaßen den Kriechkeller völlig. Erst am 3. Tag fasste sich mein Mann ein Herz! 

Die nur einen Meter dreißig hohe eiserne Tür, die sich unter der Treppe befindet, kreischte und schrappte fürchterlich. Sie ließ sich nur mit vollem Körpereinsatz bewegen. Feuchtmoderiger Gestank aus zehn Verliesen schlug uns entgegen. Nicht bloß ob des wallenden Dunstes hielt ich die Luft an!

„Das gibt es doch nicht!“ Mein Mann riss mir die Taschenlampe aus der Hand.

„Liegt einer drin? Sind Fische mitgekommen?“ Entsetzt versuchte ich, an meinem Mann vorbei zu spähen. Ich konnte nichts erkennen, sein zusammengefalteter Körper füllte den Hohlraum unter der Treppe nahezu vollständig aus. „Jetzt sag schon! Was siehst du??“

„Das machen wir jetzt immer so!“ Mein Mann schraubte sich aus dem Hohlraum. “Das Wasser ist weg, kannst deine Eimer wieder wegstellen.“

Manchmal gibt es eben nichts Besseres, als der alten Weisheit zu folgen: „Lass’ liegen, erledigt sich von selbst!“

Trotzdem ist uns mal wieder klar geworden: Wir müssen uns besser vorbereiten! Mein Mann hat nunSandsäcke geordert und eine Tauchpumpe.

Sandsäcke hatten wir zwar schon nach der letzten Überschwemmung gekauft – finden wir aber nicht wieder.

Dieses Mal werd ich sehr gut darauf aufpassen!

Bleibt bloß noch die Frage: Wohin dann mit den gefüllten Sandsäcken? Wo lagern wir die in Friedenszeiten?

Jetzt fällt es mir auch plötzlich wieder ein … 

Genau das war der Grund, warum die letzten verloren gingen!



From → Kolumnen

78 Kommentare
  1. Wow, spannend zu lesen, erleben möchte ich es lieber nicht, zumindest lieber eine Überschwemmung im Keller als im Wohnraum 😮

    • Bei meinen Nachbarn stand es 1 m hoch. Die tun mir so leid. Da ist alles versaut 😟

      • Schrecklich. Wie lange dauert es, bis solche Räume wieder renovier- und bewohnbar sind?

      • Heute, am 8. September, ist bei uns nichts mehr zu sehen. Die Luftfeuchtigkeit im Keller ist höher als normal. Das könnte aber auch am feuchten Sommer liegen.
        Jedenfalls steht unten täglich ein Fenster offen, weswegen wir viel mehr Spinnen haben.
        Die Nachbarn waschen immer noch woanders. Werden aber die letzten Tage sein. Vorm Frost läuft wieder alles, denke ich 🙂

  2. Grundgütiger!… Was bin ich froh, dass ich im 3. Stock wohne!

  3. Wenn ich bedenke was ich alles im Keller lagere….

    • Oha! Obacht!
      Ich kenn eigentlich keinen, wo nicht mal irgendwann der Keller geschwommen ist … 🙀

      • Dann müssen wohl die Jungs ausziehen, dann hätte ich Platz für den Kram.😳😂
        Wir haben in den zwei Kellerräumen extra Estrich verlegen lassen und Sperrputz an die Außenwände geschmiert. Wohlgemerkt wohnen wir zur Miete.
        Dank dem ist der Boden nur manchmal angefeuchtet und nicht nass oder mit Pfützen wie bei den Nachbarn.

      • Also das mit dem Ausziehen … ja, also 😀
        Mann, Nati, irgendwann haben wir wahnsinnig Platz und Zeit! 😀 ❤

      • Boohr cool, klingt das verlockend. 🤩😂

      • Gell?
        Ich freu mich auch 😀

      • Dann kannst du die Kellertür einfach geschlossen halten bis die Luft wieder rein ist. Wie praktisch. 😉😂

      • Hahahahahahaha … 😀 😀 😀

      • Klingt doch praktisch. 😁

  4. Echt schöne Sch…..! Da seid ihr wahrhaftig nicht zu beneiden. Was für ein Glück, dass ich in der 7. Etage wohne und im Keller nur Sachen auf Regalen stehen, die ich eh nicht bräuchte.
    Du schreibst: “ Gibt Dinge, die will man als Eltern auch besser nicht mitkriegen! “ – vielleicht ist es auch anders herum richtig: „Es gibt Dinge, die müssen die Kinder nicht unbedingt mitkriegen.“
    Wenn das mit den Wetterkapriolen so weiter geht, wird das bald Alltag in Deutschland – der Klimawandel lässt grüßen – und ich grüße dich!

    • 7. Stock ist herrlich hoch!
      Bis auf dass dir der Wind die Markise abgefetzt hat das ist auch ähnlich wie Wasser :-O
      Hatte ich übrigens auch mal, das war im 1. Stock. Das war eine 6 Meter Markise. Damals bei Kyrill. Schon ewig her. Da war mir der Schlüssel von der Balkontüre weggebrochen in der Hektik, als es damals los ging – und ich kam nicht ran an die Markise :-O

      • Bei mir war es nicht so ein schlimmer Bursche wie Kyrill – sondern nur ein laues Lüftchen, aber ich hatte ja vergessen, sie einzurollen.
        Jetzt bin ich aber sehr, sehr vorsichtig, obwohl die jetzige viel stabiler ist.
        Ich wünsche dir trockene Tage, lange und viele und nur gemäßigten Regen.

      • Dankeschön! ❤
        Das mit dem Regen passt seitdem wieder sehr gut.
        Es regnet täglich, aber keine Unwetter. Will sagen: nix kommt in meinen Keller.
        Dafür ist die Natur aber dermaßen üppig grün, das kenne ich so gar nicht. Toll anzusehen. 🙂
        Leider kriegen nicht alle deutschen Regionen so viel Regen ab wie wir.
        Wie schaut es bei euch mit Niederschlägen aus?

      • Die Bäume sind alle noch belaubt und einfarbig grün, also scheint der Niederschlag aus zu reichen.

  5. Willkommen im Club. Bei uns steht zwar nicht der Keller unter Wasser, aber beim Nachbarn. Und dank versiegelter Flächen rauscht das Wasser schön in alle Tunnel rein, sodass Taucher die Autofahrer befreien müssen. Wird Zeit, dass mehr Weinberge gepflanzt werden 🙂

  6. Jetzt bekomme ich fast ein schlechtes Gewissen, weil ich mich in diesem Jahr immer so unanständig über Regen freue. Aber iwr haben auch keinen Keller.

  7. Bei Dir klingen selbst Katastrophen fast entspannt.😁 Ich kenne das in Leichtform…. der Gestank ist aber, soweit ich das weiß, der gleiche.😂😂

    • Igitt! Ausgerechnet den Gestank hast du dir rausgepickt! 😀
      Erzähl, wo ist die Leichtform reingelaufen? 😀

      • Auch im Keller…… und vor vielen Jahren einmal durch eine undichte Waschmaschine in der Wohnung darüber in den Kleiderschrank.🙄

      • Ausgerechnet! :-O
        Bei mir ist überm Kleiderschrank das Dach.
        das kann so ähnlich wie eine Waschmaschine sein … :-O

      • Yep…… die Waschmaschine war dann beschäftigt.😬

      • Ich habe halt ein Geruchsgedächnis.💩

      • Könntest also gut Parfüm kreieren .
        So als zweites Standbein 😀

      • Vielleicht ne bessere Idee als unser Brillen Startup vor einiger Zeit 😂

      • Wobei das mit den Brillen krisensicherer ist als Parfum. Weil, guck: Werden die Zeiten schlecht – was sehen müssen die Leute trotzdem. Da müssen sie nicht so dringend gut riechen … 😀

      • Stimmt…..und wenn wieder alles überflutet wird, setzt man die Brille einfach ab, da ist das Elend leichter zu ertragen……win win 😂😂😂

      • Herrlich!
        Und dann noch mit verschiedenen Farben, das ist modisch, das läuft! 😀

      • Yep….. ganz nach Stimmung.😎Wir sind genial.😂
        AB Collection.. die Brillen für alle Lebenslagen 🕶👓🕶

      • Denn auch in Krisenzeiten muss man gut aussehen! 🙂

      • Apsolut😂

  8. Ein „Jahrhunderthochwasser“ und hier liegen die Sandsäcke dekorativ verpackt auf der Terrasse 🙂 Aber ihr hattet wenigstens eine spannende Nacht 😉 und danach Muskelkater???

    • Also nutzt ihr auch Sandsäcke gegen die Flut?

      Das Ding ist ja, wenn ich die auch draußen lagern würde, dass es meist schon heftig schifft, bis ich erkenne: Bald ist es so weit. Dann erst mal raus zu gehen und reinzuschleppen …
      Holt ihr eure rein, oder machen die ihren Dienst draußen?

      Muskelkater weiß ich gar nicht mehr so genau…
      Ich erinnere mich nur an die Aufregung! 😀

      • Bisher liegen die Sandsäcke glücklicherweise nur „verpackt“ am Terrassenrand …2x allerdings wurden sie schon vorsorglich vor die Terrassentüren gelegt …

      • Ich lese schon: Wir sind Leidensgefährten! 😭❤️🌲

  9. Sehr schön geschrieben … aber echt fürchterlich. Mit Humor genommen wahrscheinlich erträglicher! 😅

    • Dankeschön 🙂
      Das nächste Unwetter kommt gewiss.
      Was mich dabei jetzt aber richtig sorgt: Beim Nachbarn war bis zum letzten Unwetter auch nur so hoch wie bei uns. Also zu bewältigen. Aber beim letzten Mal hatten die plötzlich einen Meter hoch :-O :-O :-O

  10. also ich würd die Sandsäcke ja um den Teich herum auslegen. Mit Sand drin natürlich, dann spart man sich hinterher das Schaufeln und wenn es derart schüttet, ist es den Teichbewohnern auch egal, ob sie mit oder ohne Sandsäcke nass werden.
    Wichtig allerdings: kleine Formate nehmen, sonst ist der nasse Sandsacksand untragbar.

    • Ja, das ist eine gute Idee, dann können die auch nicht versehentlich rausschwimmen, wenns mal wieder so gießt, dass die Landgrenze nicht erkennbar ist.
      Ist gut, ich überlege das! 😀

  11. Vielleicht fällt deiner Stadt ja mal was ein. Vielleicht als Wahlgeschenk 😉

  12. https://www.hochwasserschutz-profis.de/so-gelingt-ihnen-der-schutz-vor-hochwasser-im-keller/
    Vorbeugen ist besser als Wasserschippen. Von der Website oben:
    „Rückstauklappe – Damit Wasser nicht durch einen Rückstau durch den Kanal in das Haus fließen kann, wurden Rückstauklappen erfunden. Sollte Hochwasser durch Abflüsse, Toiletten oder die Dusche ins Haus fließen, liegt es wohl daran, dass keine Rückstauklappe verbaut wurde. Rückstauklappen nachträglich einzubauen kostet etwa 500,00 bis 1500,00 Euro, abhängig davon wie das Kanalsystem bei Ihnen aufgebaut ist und wie schwierig der Zugang für den Handwerker ist. Ein Gas‑, Wasser- und Heizungsunternehmen kann Ihnen hierbei behilflich sein.

    Alternativ können Sie auch Absperrblasen nutzen, die in Kanaleingange gesteckt werden, um sie danach aufzupumpen. „

    • Rückstauklappe haben wir.
      Die Nachbarn auch.
      Wir haben jetzt beschlossen, solche Absperrhähne in die Waschbecken unten einzusetzten. Im Moment ist nur nicht so ganz klar, ob das vielleicht zu viel Druck wäre und eher ein Rohr sprengen würde.
      Gegen das Wasser aus der Wand und dem Kriechkeller hat auch noch keiner eine Idee gehabt, außer rundherum aufzubuddeln und mal zu schauen …
      Ich halte davon nichts, weil das Haus in einer bebauten Senke steht, wo das Wasser erst mal wie im Pool drumherum steht, bis beide Kanalschächte wieder frei sind …
      Der Herr, der vorher hier wohnte hat das mit der Buddelei auf Verdacht schon probiert. Wir sind insofern besser dran als die Nachbarn, dass wir „nur“ wenig und fließendes Wasser rein kriegen. Um uns rum steht es richtig hoch :-O

      • Hier bietet die Gemeinde extra eine Rückstauberatung (oder wie immer das im Gemeinde-Deutsch heißt) an. Statt den Kanal zu verbessern werden die Bürger beraten, wie sie sich schützen können. Gut, das ist schon mal ein Schritt, man soll ja auch mit kleinen Maßnahmen zufrieden sein ….
        Die Vorbesitzer unseres Hauses haben zwecks Schutz bei Rückstau vor der Kellergarage einen 12 Meter tiefen und 1,5 Meter breiten Schacht angelegt, in den das Wasser dann läuft. Oder laufen soll: Kaum waren wir 2014 eingezogen, stand das Wasser überall im Keller, weil wir nichts von dem Schacht wussten und das Verbindungsrohr verstopft war ….

      • Hilfe! 😀
        Einer meiner Nachbarn hat auch so ein unterirdisches Auffangbecken gebuddelt. Der gießt dann das ganze Jahr mit dem Wasser seine Bäume.

  13. Mensch, wir hatten mal 2 Monate lang Wasser auf dem Balkon. Dachte, das war eklig … Mit Haus ist nicht ganz ohne … Mit Stadtplanern schon gar nicht.

    • Auf dem Balkon? :-O
      War da ein Abflussrohr verstopft?
      Zwei Monate abgestandenes Wasser kannst auf alle Fälle hinterher gut zum Düngen verwenden. Das ist auch schön dickflüssig.

      Bleibt trocken, Leute!

  14. Apropos: wie sieht’s aktuell aus – M. an der Ruhr oder in der Ruhr?
    Hoffe, bei Euch ist alles okay.

    • Wird langsam wieder alles trocken.
      Wir zumindest kriegen bei Hochwasser nichts ab, bis auf unseren Berg kommt nichts.
      Aber die unten im Tal hat es hart getroffen.
      Wassergrundstück scheint eher scheiße zu sein :-O

  15. Oh Mann oh Mann oh Mann, gerade erst gelesen und eine äusserst große Portion Mitleid nachträglich abgesendet. Ist ja ungeheuerlich, wie man bei solchen Kämpfen noch so viel Humor an den Tag legen kann. Meinen Respekt, beste Grüße und Wünsche weiterhin!

  16. liebe Autorin´…
    GRUSS aus ESSEN… auch ich lese das hier erst heute… und hoffe inständig, DU/IHR seid nun nicht (allzu) betroffen von den letzten aktuellen Unwettern vom 14. bis 18. Juli… schlimm… mir fehlen die Worte…wenn ich auch doch…über die Deinen da oben… weil klasse formuliert…einfach auch mal´schmunzeln kann…
    bleib´gesund und schreibwütig :-))))
    ana´

  17. Fairy Queen permalink

    Warum haben Sie nicht daran gedacht, nach Hause zu ziehen, da Sie mieten? Vor Jahren mieteten mein Mann und ich ein Haus, das dann vom Regen durchnässt und im Winter schimmelig wurde. Nun, wir blieben nur ein Jahr in diesem Haus, weil ich auch Kleider und Bücher wegwerfen musste und ich es nicht ertragen konnte, noch einen Tag dort zu bleiben.

    • Oh weh, das muss schrecklich gewesen sein.
      Hoffentlich haben Sie es jetzt gut, solche Erfahrung soll sich bloß nicht wiederholen!
      Bei uns ist jetzt auch wieder trocken.
      Von der Flut haben wir nichts abbekommen.
      Liebe Grüße 🙂

  18. Des einen Freud, des anderen Leid. Aber egal: Hauptsache es ist genug Wasser da und regnet überhaupt! 🙂

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  1. Büsum 2021, Ankunft. | Osmerus' Blog

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