Zum Inhalt springen

Nicht ohne deinen Helm!

24. November 2020

Genetisch stamme ich aus einer Familie von Fahrradfanatiker, das erzählte ich ja bereits. Die Einzige, die bei uns aus der Art schlägt, ist meine Mutter. Sie kann nicht einmal radfahren. Weil es jedoch ansonsten ganz gut passt mit ihr, stört sich keiner daran. 

Jetzt verhält es sich aber so, dass noch nie einer von uns beim Fahrradfahren was gerissen hat. Keiner von uns strampelte jemals Tour de France mit, auch keiner bei der Friedensfahrt. Letztere verfolgte ich dafür aber frühere genauestens in der Zeitung. Und da landen wir auch stante pede beim Grund meines lebenslangen Freizeitradler-Statuses: Die Helme – früher auch viel treffender Sturzkappen genannt!
Breite Riemen aus Schwartenleder waren das damals, die längs und quer um den oberen Teil der Murmel rumgeschnürt die Kopfform solchermaßen eingequetscht betonten, dass ich immer an einen hölzernen Schraubstock in einem Folterkeller denken musste. Die Rennfahrerhelme meiner Jugend sahen total bescheuert aus! 

Vor allem kannte man die bei uns im Städtchen in ganz anderem Zusammenhang! Fernab vom Radfahren trugen solche Dinger nämlich auch die Klienten des Hauptarbeitgeber des Städtchens – in der Geschlossenen.  
Seit frühester Jugend hatte ich solche Bilder im Kopf: Ich durchquerte das Krankenhausgelände, um meinen Opa von seiner Arbeit in der Küchenverwaltung abzuholen. Manchmal standen in den Gebäuden vergitterte Fenster offen. Schon von weitem hörte man dann Schreie, die nicht von dieser Welt zu stammen schienen. Wenn das mit den Schreien war, wäre ich am liebsten umgekehrt, wusste ich doch, dass, wenn die mich drinnen entdeckten, wieder einer seinen Kopf gegen die Gitterstäbe hämmern würde. So lange, bis ihn ein Pfleger wegzog. 

Wie die Lederhelme in der Psychiatrie aussahen, wusste ich deshalb so genau, weil meine Mutter den Friseurladen fürs Krankenhaus betrieb. Auch meine Mutter besuchte ich öfter in der Arbeit. Das war halt bei uns auf dem Land so. Einmal komm ich da hin, da wäscht sie gerade einer Patientin den Kopf. Der Kopfschutz liegt abgeschnallt daneben auf dem Frisiertisch. Ein Riemen baumelt ins offene Fach mit den Alulockenwicklern. Normalerweise begleitete ein Pfleger die mit Helm, weil sie unberechenbar waren. Heute hatte wohl keiner Zeit. Ich streckte den Kopf zur Tür rein, meine Mutter fauchte: „Geh heim!“ 
„Wieso denn?“ Gab ja keinen Grund abzuhauen und ich wollte von was Ungerechtem aus der Schule berichten. Gerade ließ ich mich in den Drehstuhl unter die Trockenhaube fallen, da entdeckte die unter der Brause mich. Ohne Vorwarnung tickte sie aus: Brüllte los wie am Spieß, drosch mit der Stirn auf den Waschtischrand, Blut spritzte, dann riss sie die Fäuste hoch und rannte mit Anlauf gegen den Spiegel. Die ganze Spiegelwand krachte runter, es klirrte und schepperte fürchterlich und in die Detonation hinein riss mich meine Mutter nach draußen auf die Straße. In ihrem weißen flatterdünnen Kittel sauste sie den Berg rauf zur Krankenhauspforte, Hilfe holen. Es war Winter.


Für mich sahen jedenfalls alle Helme gleich aus – bis auf die Farbe: 
Die der Patienten waren braun, die der Radrennfahrer schwarz.

Meinen ältesten Freund Franky hielt der Broterwerb seiner Mutter als Krankenschwester im Ortsansässigen jedoch nicht davon ab, eine Karriere beim Radsport zu starten. Jungs sind modisch eben weniger anspruchsvoll. 
Allerdings gab Franky sofort nach der Schule den Radsport dran, andere Dingen waren ihm wohl auf einmal wichtiger. 

An der Stelle ein öffentlicher Appell an meinen alten Freund: Franky, befrei endlich Vatters Esel aus dem Keller!

Ich habe ihn damals beneidet, denn nur offizielle Radsportler gelangten an Rennräder. Für mich gab es bloß das Damenrad meiner Oma. 

Sofort nach der Wende habe ich mir dann aber ein Rennrad im Katalog bestellt! Ein Traum von einem Rennrad – der Rahmen mit grün-gelb-blauem Regenbogen-Farbverlauf – ich taufte es Arpat. 
Leider blieb Arpat und mir nicht viel gemeinsame Zeit – er ist mir in München gleich nach ein paar Monaten geklaut worden. 

Weil ich deswegen – neben der Trauer! – von jetzt auf gleich ziemlich immobil im Münchener Stadtverkehr abhing, schenkte mir mein heute Angetrauter seinen schicken roten Faggin-Flitzer. Aus dem war er rausgewachsen und ich bin nun mal ein ganzes Stück kleiner als er. Trotzdem war mir das Rad etwas zu groß und so kaum es, dass ich im Lauf der nächsten Jahre ständig unter leichtem Nackenunwohlsein litt – weswegen ich die Rennradleidenschaft irgendwann in eine frischen Mountainbike-Liebe eintauschte. 
Hielt 20 intensive Jahre – doch im letzten Jahr schwand mir die Lust … 
Ich befürchtete schon, ich käme ins Alter, was mich echt mitnahm.
Eines Nachmittages – ich wollte mich eben zu meiner rituellen Radrunde um den See quälen – das Garagentor fuhr hoch und ein einziger leuchtender Sonnenfinger zeigte genau auf den roten Flitzer, der eingestaubt und verlassen an der Wand hing.
Augenblicklich durchflutete mich ein warmes Gefühl. Das floß mir vom Herzen direkt in den rechten Arm und ich wischte mit der bloßen Hand zwanzig Jahre Spinnweben und Vogelscheiße vom Rahmen. Was ein Zeichen! Das Rad blitze und funkelte im Sonnenlicht, es glich einer Wonne, es zu betrachten. Vorsichtig hob ich es aus der Halterung, pumpte Luft auf – und vom Tag an hat mich wieder die Leidenschaft gepackt! 

Nun ist es jedoch so, dass die Technik auch beim Fahrrad im Lauf der Jahrzehnte Fortschritte macht. Die Laufräder drehen reibungsärmer, die Bremsen bremsen besser und die Schaltung zickt nicht nur weniger bei Temperaturunterschieden, man kommt überhaupt auch leichter an die Hebel, weil die nämlich umgezogen sind: vom Rahmen an den Lenker.
Das erzählte mir mein Mann alles, nachdem ich die ersten begeisterten Ausritte hinter mich gebracht hatte. 
Wollte ich aber nicht hören, ich bin halt treu. 
Nach einer Weile stellten sich meine vergessenen Nackenprobleme wieder ein – Gottseidank kam dann der Winter, da pausiere ich sowieso immer.
Im Frühjahr war ich mit meinem neuen Buch zu beschäftigt für regelmäßige Runden – bis ich wieder täglich aufs Rad stieg, wurde es Sommer. Aber dann gab ich Gas! 
Weil wegen des Lockdowns der Kontaktsport meines Mannes flach fiel, fuhren wir nun täglich zusammen eine Trainingsrunde. Währenddessen, und vor allem hinterher, war ich zwar voll fertig – mein Mann fuhr trotzdem scheiße schneller als ich! „Das liegt an deinem alten Rad! Wie oft soll ich dir das eigentlich noch sagen?“
Wissen Sie, wenn man täglich seine Wadl-Schwäche vor Augen geführt kriegt: Irgendwann wurde ich weich. „Okay“, gab ich eines Tages klein bei, „lass uns nach einem neuen Rennrad umschauen.“
„Hab ich längst!“ Mein Mann feixte. „Wie findest du das hier?“ Er reichte mir sein Tablet. 
Ein schwarzer Traum aus Carbon, ich sage Ihnen weiter nichts! 
„Willst du mal Probe fahren?“
Angefixt nickte ich.
„Dann komm mit!“
Ich war auf eine längere Autofahrt gefasst, nahm meine Jacke vom Hacken und griff nach einer Wasserflasche. 
„Brauchst du nicht.“ Mein Mann sah zur Uhr. „Schlappen reichen!“ Er drückte den Aufmacher der Garage, das Tor fuhr hoch – 
da stand, eng geduckt an meinen roten Blitz: ein rabenschwarzer Puma. Also, ein Fahrrad, nicht dass wir uns da falsch verstehen!

Mein Mann hatte jedenfalls die ganze Zeit Recht gehabt: Das neue Rennrad ist der Hammer! Ich fuhr nun viel schneller als vorher. Mit dem alten kam ich nur auf ein Mittel um 23,7 kmh – jetzt fahre ich die Vergleichsstrecke mit mehr als 28, wenn ich gut drauf bin.
Und weil ich jetzt viel weniger Zeit brauche, fahre ich weiter. Die kleinste Runde misst 23 km; eine normale 40 und sonntags gerne auch mal 50, da heize ich zum Baldeneysee. Hinterher tut mir aber auch dermaßen kräftig der Arsch weh, meine Beine brennen und meine Schulterblätter fühlen sich krank an: Da rühre ich den Rest des Tages keinen Finger mehr. Ich fläze dann fett auf der Couch und freue mich, wenn mir einer einen Kaffee vorbei bringt. Coronamäßig ist das auch ideal: Ich komme gar nicht mehr auf die Idee, unter Leute gehen zu wollen.

Aber kommen wir auf die Helme zurück!

Ich bin ja, wie eingangs aufgeschlüsselt, strikter Oben-ohne-Fahrer. Daran hat auch das neue Rennrad nichts geändert. Nun ist es jedoch so, dass sich mein Mann von seinem Umfeld hat beeinflussen lassen: ‚Oben ohne fährt die Fahrrad? Das geht absolut gar nicht!!‘
Mir ist solches Geschwätz ja egal, meinem Mann aber nicht.
Nachdem ich also den neuen Esel angenommen hatte, lag zwei Tage später ein Helm auf dem Sattel. Weiß und hellblau, farblich nicht ganz so passend. Ein wenig hatte mich das hysterische Gesülze auch unsicher gemacht: Ich setzte also probehalber den Helm auf.

Ging aber schon gleich damit los, dass ich nicht wusste, wohin mit meinen Haaren! Die binde ich nämlich aus Temperaturgründen immer am Hinterkopf zusammen, flechte den Schwanz zu einem langen Zopf und wickele den um den Gummi zu einem Vogelnest. Hält super fest und fühlt sich hitzetechnisch an wie eine Kurzhaarfrisur. Mit Helm läuft das aber nicht!
Da bräuchte es schon eine Dachluke, um das Nest rausbaumeln zu lassen!
So würde das jedenfalls nichts werden. Ich den Helm also kurzerhand an eines anderen Fahrrads Lenker gehängt – und ohne Helm losgesaust.

Am nächsten Tag verzichtete ich schlau auf mein Vogelnest und flocht mir stattdessen eine Boa, die ich gleich noch kuschelig mit um den Hals legen konnte. Im Hochsommer! Wer von Ihnen schon mal einen dicken Zopf im Nacken trug – und sei es nur zum Fasching – der weiß, wie verdammt fett der einem das Genick wärmt. 
Mann, ich hatte schon gleich keine Lust mehr zu fahren!

Schleppte mich trotzdem in die Garage – Lust kommt beim Fahren! – setzte den Helm auf, guckte in den Spiegel: Dachte ich, mich tritt ein Pferd! Auf meinem Kopf ein großer Pilz! Schmaler Fuß mit lebhaften braunen Augen, riesiger Schirm obendrüber – Ich fahr doch nicht als Schwammerl durch die Gegend!

Ich das Ding also wieder an den anderen Lenker gehängt – und wieder oben ohne losgesaust. 
Weil wir uns gerade zwischen zwei Corona-Lockdowns befanden, spielte mein Mann nun fast jeden Tag wie verrückt Fußball und ich fuhr wieder schön alleine.


Nach drei Wochen fragte mich der Gemahl beim Abendessen: „Wie kommst du mit deinem Helm klar?“ 
„Setz ich nicht auf.“
„Wieso? Was funktioniert denn nicht?“
„Sieht scheiße aus.“
Mein Mann zeigte mir einen Vogel. „Ohne Helm fährst du jedenfalls nicht!“
Ich lancierte ebenfalls einen ornithologischen Gruß in der Stirnmitte und verließ den Tisch.

Am nächsten Tag schmiss ich mich nach Feierabend eilig in megadünne Sportschale und stürmte in die Garage. Mit der rechten Hand wollte ich wie gewohnt das Rennrad aus seiner Halterung heben – blockierte da was. Ich beugte mich nah an die Führungsschiene, zu sehen, wieso das klemmte: Hatte so ein Depp das Rad an der Wand festgekettet!

Die Intention hinter der Maßnahme war mir schon klar – deckte sich aber nicht mit meiner Zielsetzung. Doch rechtzeitig, ehe ich mir ob des verschwendeten Afterwork-Ritts die Haare raufen konnte, durchzuckte mich ein roter GeistesBlitz! Den schnappte ich mir auch unverzüglich und düste los.
Mach ich nun schon seit ein paar Wochen so. Ich bin jetzt also wieder mit 23km/h unterwegs.

Man muss sich nur zu helfen wissen! 

Roter Blitz auf buntem Herbstlaub

From → Kolumnen

70 Kommentare
  1. Wer wird da wohl den längeren Atem haben? 😂😉

  2. man, oder besser frau, warum tust du nicht, was Mann dir sagt!
    Du willst doch bestimmt nicht nach einer Kopfverletzung deine
    sportliche Laufbahn aufgeben oder schlimmer.
    Ein junger Bekannter ist ohne Helm tödlich verunglückt, ein anderer liegt im Wachkoma.
    Besser dich !!!
    Trotzdem viele liebe Grüße
    Brigitte

  3. Es gibt inzwischen total coole Helme mit eingebautem Pferdeschwanzloch :-))))nur mal so nebenbei erwähnt, sobald der Machtkampf beendet ist 🙂

  4. Du solltest besser deinem Mann nachgeben und einen Radhelm tragen. Ist weitaus gesünder. 😉

  5. Dieses Rot ist zum Verlieben!

    • Gell? Das ist so eine richtige Herzfarbe! ❤ ❤ ❤

      • Ja, ich möchte sofort irgendwas in der Farbe, notfalls auch Schuhe.

      • Hahahahhahahahaha … 😀
        Macht sie dann farblich vor allem mit dem Herbstlaub draußen richtig gut! 😀

      • Ich hatte auch so eins. Mit Schaltung am Rahmen. Aber es war elfenbeinfarben. Das nächste hab ich rot lackiert mit schwarzer Gabel. Da waren die Hebel dann schon am Lenker.
        Das komische ist: hierzulande komm ich mir nackich vor ohne Helm. Beim westlichen Nachbarn mit den tollen Radwegen fahr ich immer ohne.

      • Oha, da schreibt der Fahrradkenner, du Schwester im Geiste! 😀
        Nun wird’s ja Winter, da stellt sich die Helmfrage weniger. Allein vorhin: Ich wollte das Rad nehmen, stand auch schon draußen – fing es an zu regnen …. Zack, Rad wieder rein gebracht, Auto genommen 🙂

        Überigens, Frau Vorgärtnerin, checke doch please, bitte, deinen Spam-Dingen s hier bei WP. Ich vermute, meine Kommentare landen da immer drin *Heuuuuuuuuuul*
        Guck mal da rein! ❤ 🙂

      • Sowie mein aushäusiger Aufenthalt beendet ist, kümmere ich mich grundlegend darum!

      • Ausgezeichnet! 😊
        Erhole dich gut! ❤️

  6. Willkommen im Club der Fahrradbeklauten – aber deine Münchenzheit ist ja schon eine Woche her. Meine drei geklauten Räder waren wahrscheinlich zusammen gerade so teuer wie dein Carbonblitz.
    Mit dem Helm hat dein Mann UNBEDINGT recht. Als ich auch mal ein Rennrad hatte, fuhr ich nicht einen Kilometer ohne – und dann auf den anderen Rädern nur manchmal.
    Hätte ich ein einziges Mal keinen Helm aufgehabt, müsste ich jetzt hier dich nicht von seiner Nützlichkeit überzeugen. Ich fuhr auf laubnasser Straße eine Kurve und knallte auf die Erde. Um meine Sachen kümmerten sich andere, um mich kümmerte sich der Blaulichtwagen und die Ärzte, die mir versicherten, dass der Sturzhelm das Schläfenbein vor einem Bruch geschützt hat. – Und ich war ganz langsam, da es bergauf ging.
    Noch Fragen?

    • Ohweih, ohweih ohweih! :-O
      Gut, dass du wieder auf die Beine gekommen bist!

      Mir sind auch schon etliche Räder geklaut worden. Am roten Blitz auch schon mal das Vorderrad. Es ist echt eine Kacke!

  7. Die Geschichte ist sehr gut. Das rote Fahrrad ein Traum. Die Schaltungen unter am Rahmen ohne Raster erinnere ich gut. Die Kugellager neu fetten, und dann hinkt die Performance auch nicht mehr so hinterher. Nur der Schluss der Geschichte gefällt mir nicht, da schließe ich mich den anderen an. Ich bin vor Jahren in der Früh auf dem Weg zur Arbeit an einem Unfall vorbei, da lag der Radfahrerkopf in einer großen Blutlache. Nur gut, dass im selben Moment die Rettung gekommen ist, so musste ich nicht reanimieren. Hätte auch nichts geholfen. Er war ein Jahr jünger als ich und hinterließ zwei Kinder, stand am nächsten Tag in der Zeitung. Ich fahre nie ohne Helm, habe aber auch keine Haare. Im Winter habe ich jetzt den Helm vom Schifahren. Ich bin aber seit dreißig Jahren auch nicht mehr hingefallen. Bislang war der Helm also unnötig, aber man weiß ja nie, und ich fühle mich ohne nicht wohl. Wird mich aber auch nicht ewig leben lassen.

    • Oha, das ist übel, mit dem jungen Radfahrer :-O

      Gefallen bin ich auch vor fast 30 Jahren das letzte Mal. Da bin ich nicht aus den Schlaufen gekommen und in Zeitlupe umgekippt. Seitdem gibt es bei mir keine Fußfixierung mehr. Kommt nicht in Frage, dass ich mich wegen so was noch mal langmache! 😀

      • Die Einschnapppedale habe ich auch weg. Für mich ist es vor allem Verkehrsmittel, und ich will mit allen Schuhen fahren können.

      • Eben. Willst fix in einen Laden, brichst dir bald die Ohren wegen des klappernden Podests vorn drunter. Und bei den vielen Ampeln ist das auch nichts.
        Normale Pedale sind viel freundlicher 🙂

  8. Helmmäßig sind Glatzköppe wie ich klar im Vorteil —-! Ein Rennrad mit so einer Schaltung unten am Rahmen muss aber sehr, sehr alt sein, spätestens seit den 80er Jahren gab es so was kaum noch. Und wie schon oben jemand geschrieben hat: Die neuen Räder sind evtl. (!) ein wenig leichter, die Schaltungen besser, aber wenn man alle Lager auseinanderbaut, kontrolliert und neu fettet, dann merken wahrscheinlich nur Profis den Unterschied ….
    Und 28er Schnitt! Alle Achtung!!!

    • Ja, 80er, stimmt 🙂
      Am Fetten und so liegt es nicht, das hat mein Mann letztes Jahr schon gemacht. Hat lediglich optisch sehr viel gebracht. Er hatte es als Jungendlicher seinem Geldbeutel entsprechend selber aufgebaut.
      Mein tolles altes Schätzchen, halte ich immer in Ehren ❤

      • Dann ist wahrscheinlich der Jugendliche Geldbeutel des Rätsels Lösung, da hilft dann auch kein Schmieren und Polieren – habe auch so ein Rad von ca. 1980, das ich als Einkaufsrad benutze. Die Kiste kriege ich trotz viel Pflege einfach nicht ans Laufen, da muss ein Bremsgeist drin hausen … aber bis zum Edeka spielt es keine Rolle, da ist wichtiger, dass es stabil ist ….

  9. Uuaaaaah, ich verstehe dich so gut. Nach einem kleinen Sturz – ohne Helm – vor einigen Wochen, bin ich gerade ganz weich gespült und trage den „Pilz“. Zumindest jetzt im Winter, bis die Erinnerung an die Blessuren und Prellungen verblasst ist und ja, auch mein Kopf ist ganz zum Schluss dieses blöden Stunts wegen „unsichtbarer“, feuchter Blätter unter harmlosen, anderem Laub, auch noch leicht auf den Asphalt getitscht. Glücklicherweise ohne Platzwunden o. ä. Das fehlte in Corona-Zeiten ja noch. Allein auf einer Krankenstation ohne Besuch. Dann doch lieber Helm…in den nächsten Wochen 😉

    • Genau, das fehlte noch! 😂
      Gut, dass dir nichts schlimmeres passiert ist! 🍀
      Ich überlege auch gerade, ob ich im Winter mit Dingens … Ich habe ein paar steile Serpentinen auf meiner Runde, auf halber Höhe fängt die Straße jetzt an, dauerhaft feucht zu bleiben. In einer Kurve bergab fürchte ich mich echt …

      Mein Pubi ist ein paar Jahre dirtbike gefahren. Da gibt es hier im Wald eine schwarze Strecke mit Gräben und Schanzen, die jede Generation dirtbiker für sich halsbrecherischer tiefer wühlt. In seiner aktiven Zeit waren wir regelmäßige Kundschaft in der Notaufnahme. Die kannten ihn dann schon. „Lasst den jungen Mann mal gleich rein!“ und „Hallo Pubi, du schon wieder? Was ist denn dieses Mal passiert?“
      Jedenfalls waren da auch zwei Sachen dabei, wo der Arzt sagte: „Gut, dass er keinen Helm trug, das wäre anders ausgegangen.“
      Kommt halt auf die Art des Sturzes an.

      Schnelle Genesung dir, auch mental ❤️

  10. Geeenial. Da sag doch mal jemand, Fahrrad fahren sei langweilig. Da hält doch kein Computerspiel mit. Besten Gruß!

  11. Mein absolut offtopic Vergnügen (hier reden ja alle nur von Bikes und zubehölm) ist der ornithologische Gruß!!

  12. Love the great bikes. My kids just started biking and its a big struggle to get them helmets on. Oh well.

  13. Also – sind die Eigentumsverhältnisse beim schwarzen Rad eindeutig? Ist es DEINS? Dann handelt dein Mann illegal, weil er dir dein Eigentum vorenthält. Eine Helmpflicht gibt es in Deutschland nun mal nur für Kinder.

    Auch ansonsten finde ich Machtspielchen in einer Ehe eher unangebracht. Dein Göttergatte sollte sich dieses „Ichweißesbesser!“-Machogehabe nicht angewöhnen, das endet bei starken Frauen wie dir dann auch schon mal vor dem Scheidungsrichter. Sowas gehört sich nicht. Jede ist ihres Unglücks Schmiedin. Das hat er zu respektieren, wenn es legal ist, was die Frau tut.

    Aber natürlich auch haben alle die recht, die sagen, dass Helme SEHR vernünftig sind, incl. deines Gatten! Eine Kollegin von mir fuhr mit ihrem Fahrrad auf einem Radweg hier, da „sprang ein Laternenpfahl vor ihr auf den Radweg“ – also, sie hat dagegen gelenkt, warum auch immer.

    Und das endete mit ziemlich langwierigem Kiefer-Zahnapparat-Ärger. Man muss nicht gleich sterben, aber ohne Zähne ist auch nicht schön …

    Ein befreundetes Ehepaar fährt immer mit Helm. Anke (ja, sorry, ist wirklich ihr Name) und Alexander sind nicht die Sicherheitsfanatiker, haben keine Kinder, die sie vor dem Verlust eines Elternteils bewahren müssten oder sind sonst irgendwie übervorsichtig. Aber sie nutzen die üblichen Fahrradhelme schon seit Jahrzehnten. Seit ein paar Jahren fahren sie mit Warnwesten. Weil man ja auf dem Fahrrad gesehen werden will. Nicht wie die Idioten, die mir mitten in der Nacht, auf dem Bürgersteig, entgegen der Fahrtrichtung fast über die Füße fahren, in „Tarnkleidung“, mit Musik im Ohr und ohne Beleuchtung. Die tragen meist auch keinen Helm …

    Also, setz dich mit deinem Mann zusammen, verbitte dir seine Einmischung in deine persönlichen Entscheidungen, du seist kein Kind und schon gar nicht seins und es sei nun mal nicht illegal ohne Helm zu fahren. Und dann sieh dich in Ruhe nach einem guten Helm um, der deinen Bedürfnissen entspricht. Anke hat übrigens mittellanges Haar, und trägt meist Pferdeschwanz. Soll ich sie mal fragen, welchen Helm sie trägt?

    • Ausgezeichnet, meine Liebe, dich bitte ich um Hilfe, wenn ich hier untergebuttert werde! Du hast wirklich umfassend sämtliche Fürs und Widers aufgezeigt! ❤
      Mir fehlen im Disput gerne die Argumente, die stellen sich bei mir immer erst nach und nach ein. Deswegen schreibe ich ja, da haben meine Gedanken Zeit, Schritt zu halten. 🙂
      Ja, bitte, frag mal die Anke, was die andere Anke mit ihrem Zopf beim Radeln anstellen könnte ❤

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: