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Friederike pennt bei uns

25. Januar 2018

Haben Sie alle den Sturm letzte Woche leidlich überstanden? Kommen Sie mit den Aufräumarbeiten voran? Ich hoffe, es ist Ihnen nichts Schlimmes passiert und sie haben keinen Schaden an Leib und Leben genommen!

Bei mir ist dieses Mal im Prinzip alles gut gelaufen:
Alle meine Bäume stehen unversehrt aufrecht und sämtliche Dachziegel liegen an ihren angestammten Plätzen. Meinen neuen Schlitten band ich rechtzeitig am Haus fest und die mobilen Außensitzgelegenheiten nebst sämtlicher petroler Sommerbeleuchtung schleppte ich während des lostobenden Orkans in die Garage. Als alles sicher verwahrt dort drinnen stand, ließ sich das Tor nicht mehr schließen: Es blähte voll auf wie ein Segel im Sturm auf dem Meer und hatte sich so verkeilt, dass es klemmte. Während ich noch damit kämpfte, aber kurz vor dem Durchbruch stand, hörte ich durch das Tosen schweres Bersten von Holz und die Erde erzitterte in einem mittleren Erdbeben.

Wohl durch dieses zusätzliche Wackeln gab sich das Tor geschlagen und surrte scheppernd zu, während ich fast so schnell wie Friederike ins Haus stürmte. Die schwere Haustür krachte hinter mir ins Schloss und ich entschied, die Hütte heute nur noch im Notfall zu verlassen. Überschwemmung, Flugzeugabsturz oder ähnliches.
Ich gedachte des armen Baumes, dessen Endes ich eben akustischer Zeuge gewesen war und machte mir erst mal einen Kaffee. Wer weiß, wie lange das noch ginge, wenn erst einmal der Strom ausfiele. Das kennt man ja.

Von den folgenden anderthalb Stunden will ich jetzt mal nicht reden, die verbrachte ich schlotternd mit der Kaffeetasse im Arm an meinem Schreibtisch. Der Orkan prügelte auf das Haus ein, er peitschte die Bäume, würgte sie und versuchte sie zu lynchen – gearbeitet habe ich jedenfalls nichts. Das Haus klagte, es stöhnte, es schwankte – aber es hielt stand und ließ sich nichts abreißen.

Wohl weil Friederike von vorne nichts ausrichten konnte, drehte sie wütend und blökte dann von hinten los. Sie nahm beide Backen voll Druckluft und pustete den Kärcherstrahl mit aller Macht in den Teich. Eine gewaltige Wasserfontäne peitschte auf und fatschte grün auf meine Fenster nach hintenraus. Dem weiteren Verlauf des Schauspiel konnte ich erst nach einer Weile wieder folgen, als das Algenzeug heruntergelaufen war.
Ich hatte nicht geklatscht und so ganz ohne Applaus hatte die Windschickse wohl keinen Bock mehr auf das Spektakel. Brüllend zog sie weiter.

Die Flaute nahm ich zum Anlass, mein Anwesen in Augenschein zu nehmen. Hocherfreut stellt ich dessen Unversehrtheit fest – doch betrübte mich der anschließende Blick ins Umland gewaltig! Der arme Baum von vorhin war einer der Bäume meines Nachbarn gewesen. Ein wunderschöner alter Laubbaum lag quer auf der Wiese.
Wie ich zum Haus zurück ging, entdeckte, ich, dass Friederike beim Nachbarn noch einen weiterer Baum stark eingekürzt hatte. Anklagend ragten pfeilspitze Splitterstellen zum Himmel. Mich dauert so was immer sehr, ich liebe Bäume.

Was erledigt man als Erstes, wenn man ein Unwetter heil überstanden hat?
Man informiert seine Liebsten!

Ich begann mit meiner Mutter, die macht sich immer mehr einen Kopp um mich als mein Mann. Der weiß, dass ich mich sowieso sofort melde, wenn was nicht passt. Schließlich bin ich ihm erst letzten Freitag wieder Schlag sechs Uhr früh mit der Heizung auf den Wecker gefallen. Meine Mutter wohnt mehrere hundert Kilometer weit weg, das ist doppelt nervenaufreibend für sie.

Ich sprudelte also in den Hörer, meine Mutter beruhigte sich auch sofort, was ihr einziges Kind nebst Familie angeht – vielleicht lag das aber auch daran, weil sie mit eigenen Wetterfolgen abgelenkt war: „Der Sturm hat die Terrassentür vom Schlafzimmer reingedrückt! Stell dir das mal vor!“, forderte sie mich entrüstet auf.
„Und jetzt? Pfeift der da jetzt ungehindert rein??“
„Keine Sorge.“ Ich hörte förmlich, wie meine Mutter in den Hörer abwinkte. „Vater hat die Tür wieder eingehängt. Er stand genau dahinter, als sie reinflog.“
Hä?
„Wären wir allerdings nicht da gewesen wären, hätte das mit dem gekippten Fenster mächtig in die Hose gehen können …“
„Du erzählst mir doch hier nicht gerade, dass ihr die Tür immer gekippt lasst, wenn ihr weggeht??“ Meine Eltern wohnen idyllisch: Kleinstadtrand, hintenraus Wiese, Bach und endlos Wald. Genau der richtige Fleck, alles sperrangelweit offen stehen zu lassen. „Seid ihr irre?“
„Nun reg dich mal nicht so auf, dein Vater ist gerade noch mit dem Leben davongekommen! Ich habe ja auch nicht gesagt, dass wir das große Fenster grundsätzlich offen stehenlassen. Aber das kommt schon mal vor. Man vergisst halt mal was.“
„Hallo! Was gibt‘s denn da zu vergessen?? Es gehört dazu, dass man seine Fenster kontrolliert!“
„Dir passiert so was natürlich nicht!“
Stimmt, hatte sie recht. Mir nicht – für so was hab ich Kinder.
Entsprechend vergnatzt beendeten wir unseren heutigen Informationstransfer per Telefonleitung und verabredeten uns für den nächsten Klatsch zur gewohnten Zeit.

So, jetzt hatte ich ja den ganzen Tag noch nichts Sinnvolles getan. Mit der Arbeit brauchte ich gar nicht erst zu beginnen, war ja schon Nachmittag. Der Wäschekorb blockierte die Treppe zum oberen Stock und so entschied ich, ein wenig Hausarbeit zu betreiben. Ich schulterte den Korb und wie ich forsch mit dem Ellbogen die Tür zum Schlafzimmer aufklinkte, wirbelten mir ein paar Eichenblätter entgegen. Was war denn hier los?
Mit der Hüfte stieß ich gegen die Tür, doch sie schwang nicht wie gewohnt leicht auf – irgendetwas lag drinnen davor. Jetzt reichte es mir aber! Ich stellte den Korb ab, damit ich beide Hände frei hatte. Und dann traf mich fast der Schlag!

Vom Bett und vom Teppichboden war nicht mehr viel zu erkennen!
Alles lag voller Laub!
Alte Herbstblätter, braune Federn von den Lebensbäumen vorm Fenster, spittelige Tannenzapfen und jede Menge Kleindreck von Birken- und Lindensamen. Apropos Fenster! Das stand auf Kipp, verdammte Scheiße!
Das Herbarium hatte meine Wollpullover, die aus Platzgründen auf dem Board statt im Schrank liegen, paniert und zugedeckt. Sie ließen sich nur noch als großer Laubhaufen ausmachen. In meinem Schlafzimmer sah es aus wie beim Modeshooting für die nächste Herbst-/Winterkollektion.
Das konnte einfach nicht wahr sein!
Geschockt trat ich rückwärts in den Flur hinaus und schloss die Tür hinter mir. Draußen lehnte ich mich für einen Moment dagegen, dann schüttelte ich mich und atmete tief ein.
Ich öffnete die Tür wieder: Alles unverändert. Leider!
Das ganze Zimmer glich einem riesengroßen Komposthaufen.
Was macht man da?
Putzt man es – oder sucht man sich eine neue Bleibe?
Unsere Schlafkammer ist klein, theoretisch könnte man sie abschließen und woanders neu anfangen.

Für das Lösen von Problemen ist mein Mann zuständig, also rief ich ihn an.
Bei meinem Mann in der Arbeit herrschte schon helle Aufregung: Ehefrauen informierten gerade ihre diversen Ehemänner telefonisch über Rikes Schäden. „Ach, deine auch!“, vernahm ich im Hintergrund einen Kollegen, als ich eben mit meinem Bericht loslegte.

Mein Mann hörte sich alles ruhig an und als ich mit der Frage endete, was wir nun tun sollten, fragte er mich, ob ich sie noch alle hätte. Nachdem ich das bejahte, mein Mann aber auf meinen Vorschlag mit der neuen Kemenate nicht eingehen wollte, rief ich meine Mutter an. Nicht dass sie bei mir putzt sollte – nein das war nicht der Grund! – aber ich musste ihr ja vom meinem gekippten Fenster erzählen, und mich deswegen bei ihr entschuldigen.

Merkt Euch das einfach, Leute: Mütter haben immer Recht!

Sturmfolgen in einem Schlafzimmer. Was ist da jetzt zu tun? Putzt das die Versicherung?

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From → Kolumnen

81 Kommentare
  1. Wenn´s nicht so traurig wäre. Eine schöne, toll geschriebene Geschichte.

  2. Sorry – aber ich musste trotzdem lachen 🙂

  3. Du schreibst das immer so schön bildlich, da bleibt einem nichts anderes übrig als sich zu amüsieren.
    Der Frühjahrsputz lohnt sich jetzt auf alle Fälle.

    • Ich sag dir das! 😀
      Zwischen den Socken, in jeder Jackentasche, in jedem Flauscheschal liegt das Zeug!
      Aber ich hab das Zimmer geputzt. Wir sind nicht ausgezogen! 🙂

      • Dann ist ein Raum ja schon mal fertig.
        Beim nächsten Sturm lässt du in den anderen Räumen die Fenster auf, dann hast du keine Ausrede mehr den Frühjahrsputz zu verschieben.

      • Bissu jeck? Nix, ich verriegel und verrammel alles!! 😀

      • Aber ich glaube so schnell hast du noch nie ein Zimmer von oben bis unten gereinigt. Seh es doch als sportliche Alternative.

      • Das stimmt allerdings!! 😀
        Ablenkungsfrei, zack!
        Bloß das scheint nicht besonders gründlich gewesen zu sein, immer noch alles voller Birkensamen. Das kratzt und stachelt wie die Krümel nach Frühstück im Bett! 😀

      • Uuuhhh, das könnte ich gar nicht: Frühstück im Bett. Ich frag mich immer was daran so toll sein soll.

      • Das frag ich mich auch! 😀
        Die Krümelei kann ich mir vorstellen 😀

      • Deswegen hab ich hier solange nix mehr von Dir gelesen… warst anderweitig beschäftigt….👍

      • Ja, mit Putzen!! 😀
        Birkensamen, das ist vielleicht eine Schweinerei. Ich habe das Gefühl, der Scheiß lebt und vermehrt sich noch! 😀

      • Oh ich weiß, wovon Du sprichst… bis vor zwei Jahren hatten wir noch eine riesige Birke. Im Sommer flogen die Samen durchs offene Fenster. Ganz toll!!!

      • Genau. Und irgendwie fliegen die zusätzlich das ganze Jahr, obwohl der Baum nicht samt.
        Aber egal, ich liebe Birken! ❤ 🙂

      • Ich auch. Mein Mann nicht, der ist Birkenallergiker. Aber unser Baum musste aus Krankheitsgründen weg und nun fliegt nur noch (weniger) birkiges Fremdzeug.

  4. 🙈🙊🙉Oje oje…pruuust! Köstlich geschrieben und so rasant erzählt wie Friederike! Modekollektion auf dem Bett, kommt direkt ins Haus…toll! Ich würde den Frühling abwarten…wer weiss was noch so kommt.
    LG
    Ellen 🙋😁

  5. 😂😂😂😂😂 es ist zum Lachen, aber auch zum Heulen. Da wäre ich ausgeflippt und hätte das Zimmer verlassen.
    Tjaja, das Fenster. Wer rechnet aber auch mit so etwas.
    Ich hoffe, dass du dann Hilfe hattest, die Natur aus dem Schlafzimmer zu tragen….

    Einen fröhlichen Tag wünsche ich dir und in Zukunft immer an die Fenster denken 😊😩❤

    • Das ging ja auch früh alles ganz friedlich los. Ich hatte was von NRW-Ost gehört, wo es zur Sache gehen sollte. Ost – bin ich nicht, ging mich also nichts an. Dann hat mich das schon sehr verwundert, dass die Schulen die Kinder heimschickten. Dachte ich mir immer noch nichts, ich bin ja nicht Ost.
      Und als das dann losging, da war ich ja mit Sichern beschäftigt. Da denk ich doch nicht mehr dran, dass ich Fenster hab! 😀

      • In NS ging es auch erst gegen Mittag los und dann sehr heftig. Es war gut, dass wir im letzten November die restlichen Fichten und Tannen gefällt haben. Die hätten diesmal immensen Schaden anrichten können. Beim vorletzten Sturm sind zwei auf das Nachbargrundstück gestürzt und ist zum Glück nichts passiert.
        Ich dacht, gleich drückt er durch die Fenster. Alles gut, aber da steckte immense Kraft drin 😩🙄

      • Man kriegt richtig Angst, wenn wieder Sturm angekündigt wird. Früher fand ich das nur gemütlich und habe mich darauf gefreut. Heut e dagegen … :-O

      • Auch mir geht das so. Eben weil sie so heftig sind. 👍😲

  6. Umwerfend komisch und auch ich musste lachen! In Zukunft wirst du dich sicher in alle Himmelsrichtungen orientieren müssen …

  7. Guten Morgen werteste Sturmfrau!

    Da Du schließlich auch eine Mutter bist, hast Du natürlich Recht!
    Die ungestüme Friederike war wahrlich kein freundlicher Gast. Glücklicherweise hat es die Alm mehr oder weniger verschont. Lediglich unser Bestand an unbekannten gelben Säcken und diversen Plastikutensilien hat sich verdreifacht.
    Ich würde vorschlagen, dass bei eventuellen Unklarheiten bezüglich Hausrenovierung umgehend die gute Clara HH um Rat gefragt werden sollte. Die hat mit Sicherheit für jede Situation die passende Lösung parat. 🙂

    Herzliche Grüße
    Mallybeau

    • Guten Morgen meine Liebe!
      Ja, das mit dem angeflogenen Müll bei dir tut mir wahrlich leid. Ich vermute, wenn die Leerung meiner Tonn enicht erst kürzliche Tage zuvor stattgefunden hätte, wären sie auch schwer genug gewesen, stehen zu bleiben. Dann wäre aller Müll geblieben wo er hingehörte …
      Nächstes Mal binde ich neben dem Schlitten auch die Mülleimer an, versprochen! 🙂

      Clara und der ExGatte klären alle baulichen Fragen, ich las es vorhin. Wo steckt sie eigentlich? Mit Verputz- und Ausspachtelarbeiten beschäftigt?

      Putzend und suchend,
      deine Mülheimerin

      • Ich nehme an, dass sie in Bauarbeitermontur bereits ihre Wände begutachtet und dem Maler zuvorkommt. Natürlich geht das Ganze nicht, ohne die Farbe lila irgendwie ins Spiel zu bringen 🙂

      • Sehr richtig!
        Wobei die Küche rot und die gute Stube grün bekommen. Habe ich letzte Woche gelernt. Hast du gar nicht mitgeschnitten? 😀

      • Doch klar. Ich weiß bescheid. Aber Lila ist, so denke ich, dennoch immer erste Wahl … es sei denn, Frau Himmelhoch entdeckt ihr Herz für Farben allgemein und lässt ihre Wohnung zu einer Villa Kunterbunt mutieren.

      • Bloß nicht, dann bringt sie uns ja gleich mit durcheinander! :-O
        Ein wenig Beständigkeit braucht der Mensch!

      • Wohl wahr. Und die stürmische Friedrike hat ja auch schon für ausreichend Unruhe gesorgt.

      • Ich bin schwer beschäftigt, alle Kommentare zu lesen von Leuten, die mich kennen und über mich schreiben. Da komme ich natürlich nicht dazu, selbst zu schreiben – wirst du doch wohl verstehen, liebe Anke. Außerdem bin ich mit meinem Weh-Zeh so viel langsamer als sonst, da dauert alles viel länger. Na gut, das Schreiben mache ich nicht mit den Füßen. – Übrigens habe ich gleich am Anfang deiner belustigenden Geschichte geahnt, dass du mit deiner Mutter unberechtigt rumzackeriert hast. – Ich hatte zwar meine Balkontür nicht angekippt – aber da der Sturmorkantaifunwindhose genau aus Westen kam, wo mein Balkon hinguckt, da hatte ich auch Angst, dass es mir die Tür aus den Angeln drückt oder zumindest das Glas eindrückt.
        Noch nicht mal ein bisschen Wind kann frau in Ruhe genießen.
        Und tschüss und gute Nacht!

      • Da siehst du mal, wie wir uns um dich und deine Belange sorgen! ❤ Selbst wenn du nicht da bist, arbeiten wir lösungsorientiert weiter, um bei deiner Rückkunft bereits mit Ideen aufwarten zu können. Sogar die Planung an unserem Weinbergimperium stellen wir da zurück! 🙂
        Vorrangig vor allen baulichen Veränderungen sollte es dir jetzt aber gesundheitlich besser gehen! ❤
        Wind brauch ich so schnell keinen wieder, ist mittlerweile luftig genug und nicht mehr so dicht bewachsen in Mülheim.

    • Ich glaube, ich mache mich doch noch selbständig als Handwerksbetrieb! 🙂

  8. Gibt es dafür nicht sog. FunktionsOutdoorUndÜberhaupt- Bekleidung? Die kann datt ab!

    • Solche wo schmutz- und blattabweisend? Ja, hab ich, hängt aber in der Garderobe. Nächstes Mal, wenn der Sturm im Osten tobt, frag ich sie, ob sie ins Schlafzimmer will. 🙂

  9. Ich hatte nur ein paar Blumenkübel aufzurichten. Dafür habe ich unserer Nachbarin vielleicht das Leben gerettet. Ihre Kaminabdeckung war abgerissen und hing genau über der Gartenausgangstüre an der Dachrinne fest. Hätte schlimm enden können. Vielleicht gibts ja jetzt lebenslang frei Kaffee und Kuchen für mich? 😀

    • Auch ja, das wäre super!
      Du musst das nur regelmäßig bei ihr zur Sprache bringen, dann wird sie so dankbar vom schlechten Gewissen in die Küche gescheucht – Mann, das wird toll! darf ich mal vorbei kommen? 😀

  10. Hahaha, ich bestell schon mal bei Petrus den nächsten Sturm, wenn das dermaßen lustig bei Dir rüber kommt, dann braucht es öfter sowas! Aber ich weiß schon, kaum etwas, das uns nicht sofort umbringt, ist so schlimm, dass man nicht doch ein wenig darüber lachen könnte – wenn es vorbei ist. Und mit Optimismus übersteht man auch die Rekonstruktions-, Renovierungs- und Aufräumarbeiten viel besser – vor allem, wenn der Gatte sie übernimmt ;-))
    Einen Kritikpunkt habe ich allerdings – ich hätte meiner Mutter das offene Fenster nicht gebeichtet 😉
    Liebe Grüße
    Regina

    • Hahahahhahaha … 😀
      Geh mir bloß wech mit dem nächsten Sturm!
      gestern Nachmittag ging das schon wieder los. Ich hatte gerade und endlich den Knoten von meinem Schlitten aufgefriemelt, da hab ich ihn glatt wieder festgezurrt. Man weiß ja nie!
      Mit dem Mütterlein, okay – da muss ich noch mal nachdenken. Für dieses Mal ist erledigt, aber wenn wieder was ist … 🙂

      • Mein Tipp für all das Festgebundene: Knoten erst bei Bedarf lösen (am besten lösen lassen, ist besser für die Fingernägel, sofern man welche hat) – denn, wie gesagt, man weiß ja nie ….

      • Ich finde Beichte richtig – dein Mütterlein hat so etwas zu kichern – und freut sich, dass sie eine wohlerzogene Tochter hat, die sich auch entschuldigen kann.

      • Eben, eben 🙂
        Und sie lässt euch alle schön grüßen! 🙂

      • Das einzige, ads ich darauf antworten kann ist: Grüß schön zurück!

      • Ich finde es wirklich hervorragend von dir, liebe Anke, dass du erstens gebeichtet hast und zweitens dich entschuldigt. Das brauchen Mütter manchmal – aber noch mehr dann, wenn sie von ihren Töchtern runtergeputzt wurden.

      • Gell, ich bin voll brav 🙂

  11. Herrlich geschrieben 😂😂😂

  12. Hat dies auf patchwork family Kramer-Wiehle rebloggt und kommentierte:
    Das Ungemach der Anderen ist doch immer wieder sehr erheiternd. Ich hoffe Dein Anwesen ist nicht auch noch Hochwasser gefährdet 😉

  13. kommst du nicht in die botanik – kommt die botanik zu dir – herrlich.
    und ehrlich, ich finds so was von blöd wenn mütter recht haben! also, sie haben’s ja so schon von haus aus, aber wenn man es ihnen dann auch noch bestätigen muss, neee is‘ das was von doof.
    das mit der neuen kemenade fand ich so klasse. aber die Männer haben auch keine schippe von verständnis übrig, was? da hätt ich dem doch vielleicht noch ein häufchen auf’m bett gelassen..

    hier hat es auch mächtig geblasen und in der parallelstraße dem hausbesitzer die tanne auf’s kleine auto gehauen. das tat weh.

    • „Ein Häufchen aufm Bett gelassen“ Hahahahahaha … 😀
      Demnächst frag ich zuallererst dich, ehe ich hier auch nur noch einen einzigen kleinen Finger rühre! Echt! 😀
      Das mit der Tanne bei Paralles ist Jammerschade. Mein Gegenübernachbar hat gestern erst mitgekriegt, dass seine wunderschöne Blautanne wahrscheinlich auch einen weggekriegt hat. Das dauert mich fast noch mehr, als wenn es meine eigene wäre, weil ich gucke da aus jedem Zimmer nach vorneraus drauf. So ein wunderschöner alter Baum …

  14. Jo *lol* so ist das!
    Mütter haben IMMER recht 😉
    Ich hoffe, du hast inzwischen alles wieder klar!!??
    Um die Bäume bei deinem Nachbarn, und überhaupt, tut es mir wirklich leid, aber Hauptsache, alles sind ohne Schaden an Leib und Seele davongekommen.
    Hier war Friederike nicht zu Besuch und dafür sind wir ihr auch sehr dankbar.
    Lass es dir gut gehen. ♥
    Brigitte

    • Ehrlich, sie hat euch verschont?
      Das ist gut so! Die hat genug angerichtet. ich komme jeden Tag an so einem Baummikado vorbei. Am 1. Day after war ich der Meinung, sie hätte nur einen Baum gemeuchelt. Beim zweiten Vorbeikommen tendierte ich schon zu 2 – 3 Bäumen. Gestern schließlich zählte ich sechs große alte Bäume, die da durcheinander lagen.
      Nun fahr ich woanders lang, 6 Stück reichen!

      • Na, ob da jemand versucht, Friederike zur Umgehung der Baumschutzsatzung zu nutzen?

  15. Das Ungemach der Anderen ist doch immer wieder sehr erheiternd. Ich hoffe Dein Anwesen ist nicht auch noch Hochwasser gefährdet

  16. Ab windstärke 10 sollte eigentlich die Wohngebäudeversicherung die Schäden übernehmen… auch die Kosten des Aufräumens… so geschehen bei XAVIER … da war der Schädiger unser Baum und der Geschädigte der Nachbarsschuppen. Und wenn Du das Schadensprotokoll ähnlich heiter ausgefüllt hättest, hättest Du Dir vielleicht auch gleich eine neue Kemenate leisten können.
    Gruß an die Mutti.

    • Meinst du, die hätten mir auch geputzt?
      Mann, hätte ich das mal früher gewusst!
      Solche Putzerei kann ich ja für den Tod nicht ab!
      hartgetrocknete Pflanzstücken aus Stricksachen pulen. Hilfä!

      Wie war das denn beim Nachbarsschuppen, hat das dessen Wohngebäude übernommen, oder wer muss das zahlen?

      • Ob due geputzt hätten, weiß ich nicht. Es wird explizit nach Eigenleistungen gefragt. Aber wenn Du sie aufgrund großer Unlust oder körperlicher Gebrechen fremd vergeben musst?
        Beim Nachbarn bezahlte dessen Wohngebäudeversicherung (ab WS 10) – darunter hätte es unsere Haftpflichtversicherung zahlen müssen.

      • „große Unlust“ 😀 😀
        Hab ich! Probier ich nächstens Mal! 😀
        Die Private Haftpflicht hätte das übernommen? Oder braucht es da eine andere?

      • Nein… private Haftpflicht kommt für Schäden auf, die Du anderen zufügst. Im Fall der Bäume würden sie vielleicht noch schauen, dass sie immer ordnungsgemäß gepflegt/ beschnitten wurden…

      • Ich hab’s mir ja schon fast gedacht, dass das mit der Privaten nichts zu tun hat :-O
        Mann, hoffentlich passiert nie was!

  17. Doris permalink

    Wie, der Herr Kaiser von der Hamburg-Mannheimer kommt jetzt nicht mit dem Laubbläser vorbei oder was? Das finde ich ja mal voll doof. Ist doch immer so – man meint, man ist gegen alles und jeden versichert und kaum liegt ein Komposthaufen im Schlafzimmer, guckt man in die Röhre. 😉 Du hast voll was mitgemacht, arme Anke. Was ein Glück, bei uns war Friederike direkt ein laues Lüftchen im Vergleich zu Euch da oben in NRW. Fühlst Dich jetzt so richtig „outdoor“ in Deinem Schlafzimmer? Hat ja auch was Entspannendes … und man kann die Temperatur besser regulieren als draußen. Nur schade um Deine Strickwaren …

    • Das ist so wie ein Managerseminar, da wo die im Wald rumziehen und Regenwürmer ausbuddeln und im Farn schlafen. Zum Glück hab ich ja dat Küchenfenster zu gehabt …! 😀

      • Doris permalink

        Siehste, man muss da alles nur positiv sehen. Team-Building, Survial, Outdoor, alles in einem. Wenn Du das Küchenfenster offen gehabt hättest, würdest Du zwischenzeitlich wahrscheinlich schon am Lagerfeuer kochen. 😉

      • Hahahahahaha .. 😀
        Mann, wat ein Glück!

  18. Ich musste auch lachen, Verzeihung !
    Ich liebe solche Geschichten sehr.

  19. Man kann ja nicht anders als lachen… Aldi im ersten Moment… wenn man das so liest, wir Du in Eurer Schlafzimmer vordringst… sorry… 😂😂😂

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