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Aller schmutzigen Dinge sind drei!

25. März 2019

Vor vierzehn Tagen hatte ich in Ihnen ja das Bedürfnis erweckt, zu erfahren, was auf dem Gedenkstein gemeißelt steht, der mir im Schuppen abhandenkam. Kurz zur Erinnerung: Es dreht sich um ein Monument, das an die Opfer des Orkans aus dem Winter 2018 erinnert. Ich habe den Gedenkstein von Spinnenweben und Staub befreit, die Buchstaben mit einer frischen Schicht Blattgold aufpoliert – doch lesen Sie selbst!

Sie erinnern sich bestimmt alle noch an Friedericke. Das war die blöde Kuh, die hier letzten Winter mit beiden Backen voll Druckluft durchgeblasen ist. Nachdem ich damals blauäugig festgestellt hatte, dass innerhalb meines Gartenzaunes alles in Ordnung war – drangen nach und nach immer mehr Schäden aus der Umwelt in meine heile Bewusstseinswelt. Von einem Baum nach dem anderen erfuhr ich, dass er – Gott hab ihn selig – das Zeitliche gesegnet hatte. Es konnten einem die Tränen kommen, ich liebe Bäume.

Was mich persönlich am betroffensten machte, war aber nicht irgend ein Baum, sondern der meiner Aussicht vom Schreibtisch aus: Eine stolze Blautanne, ein Leuchtturm von einem Baum und bevölkert mit einer ganzen Stadt voller Viecher: Elstern balgten sich lauthals mit Krähen, Eichhörnchen sausten den Stamm rauf und runter und machten mit ihren Puschelschwänzen Großreine und Amseln ließen sich im Wipfel zum Jodeln nieder. Am Abend, aber auch wenn der Morgen graute, also mitten in der Nacht. Überhaupt hüpften und flatterten sämtliche Singvögel, die die heimische Faune zu bieten hat, im Baum herum und zwitscherten. Jedes Jahr wuchsen in etlichen Nestern mehrere Sorten Vöglein heran und auch sonstiges Flattergetier, angefangen bei Schmetterlingen, über Bienen und Käfern, war da zu Hause. Ich hatte ein ganzes fröhlich ausgelassenes Dorf vorm Fenster.

Nun hatte die dumme Sturmnuss Rike die Tanne aber nicht tatsächlich gefällt, sondern nur kräftig aus den Schuhen gehoben. Dem Baum hat das nicht gefallen und er stand danach schräg. Noch eine richtig heftige Böe hätte gereicht und er wäre zu mir herein gekommen. Bei aller Liebe – das wäre nun auch nichts gewesen.

Die Besitzer der Tanne konsultierten also einen Gärtner; der ordnete sofortige Fällung an. Aus ‚Sofort‘ wurden ein paar Wochen, das lag an den Genehmigungen. Eile war aber von bürokratischer Seite trotzdem geboten, denn egal wie wackelig der Riesenweihnachtsbaum nun stand und wie gefährlich er sich zu mir herüber über die Straße beugte: nach offiziellem Start der Vogelbrutsaison ist Fällen verboten. Für die Nicht-Vogelfreunde und die Nicht-Gartenzwerge unter uns: Am 1.März beginnt das gefiederte Eierhocken.

Der Februar-Monatsletzte rückte immer näher und Petrus schaltete Frühlingsstimmung ein. Bestimmt auch damit die Vogeln in Kürze was zum Draufhocken hatten. Menschlein beeinflusst solches grelles Dauergefunzel vom blauen Himmel auch, die einen fühlen sich sexuell stimuliert, die anderen werden wegen dem Frühjahrsputz unruhig. So genau weiß ich das nicht. Ich hatte deswegen an eine Umfrage am Ende des Beitrags gedacht, aber der ist eh schon lang genug.

Mir missfiel nun jedenfalls, dass mein Schlitten nach dem langen Winter so dreckig eingeschweinst vor der Tür stand. Ehe ich ein halbes Vermögen in Spülen-Schäumen-Bürschteln-nochmalSpülen-Trockenföhnen-und-MehrereSchichtenHochglanzwienern investierte, checkte ich meine Wetter-App. Die gab mir grünes Licht: Eine furztrockene Woche Sonnenschein lag vor Mülheim.
Und wo ich mich einmal beim Erlebniswaschen aufhielt, putzte ich den Wagen auch gleich noch von innen und saugte ihn aus. In Summe war ich mehr als eine Stunden beschäftigt, dafür funkelte der Wagen danach aber auch wie frisch vom Band.
Mein Mann war beeindruckt, als ich daheim vorfuhr.

Von meinem Erfolg angespornt beschloss ich, auch gleich noch die Straße und ums Haus herum zu fegen. Das mache ich auch selten, denn das dauert lange. Deswegen checke ich auch vorm Fegen grundsätzlich meine WetterApp: Ist Sturm angekündigt, spare ich mir das, weil da schaut es hinterher aus wie vorher.

Und schließlich, wo ich jetzt einmal so in meinen Putzwahn eingetaucht war und mich so in Übung geschrubbt hatte, cleante ich in der einfallenden Dämmerung auch noch die Fenster. Um die kümmere ich mich noch seltener als um Auto und Straße.
Jetzt hatte ich aber echt genug Aktionismus gezeigt, das reichte fürs nächste Jahr. Erschöpft fiel ich kurz vor Mitternacht in mein Kissen und verbrachte eine tiefe, traumlose Erholungsnacht.

Als ich am nächsten Morgen aufstand und die Rollos hochzog, freute ich mich an meinem blitzenden Hochglanzschlitten, meiner wie geleckt ausschauenden Straße und vor allem an meinen funkelnden, wie nicht vorhanden durchsichtigen Fensterscheiben. Einfach herrlich sauber war alles um mich herum! Ich startete voll bester Laune in den Morgen und nahm mir vor: Künftig mache ich das öfter! (So wie jedes Mal halt)

Beschwingt packte ich meine Tasche und machte mich auf den Weg zu einem kurzen Termin. Als ich den Wagen ausparkte, rückten gegenüber die Gärtner an. Meine gute Laune bekam augenblicklich einen Knacks: Die unschuldige Tanne, Sie wissen schon. Als ich nach einer Weile zurück kam, war der Gefahrenbereich mit Flatterband und Hütchen abgesperrt und sämtliche Vorbereitungen getroffen. Ich wollte bloß schnell ins Haus verschwinden, um die Hinrichtung nicht miterleben zu müssen! Zuerst parkte ich den Wagen wie gewohnt vor der Tür – doch dann überlegte ich es mir anders: Falls was schief liefe, wäre es schade drum. Also fuhr ich ein paar Häuser weiter die Straße rauf, wo eben Platz war.

Die Motorsäge heulte auf und ich versuchte, mir die Ohren zuzuhalten, während ich den Schlüssel im Haustürschloss drehte. Eben noch rechtzeitig schaffte ich es rein, denn als ich gerade die Kaffeemaschine an drückte, krachte es draußen zum ersten Mal. Die Gründaumen-Henker folterten den Baum untenherum und säbelten die starken Äste weg. Für Leute mit zarten Seelen ist das echt Quälerei. Auch die Kaffeemaschine schien das Vorgehen zu entrüsten, denn sie schredderte die Bohnen heute besonders laut. Und sogar das Wetter protestierte: Es schickte starken Wind. Der beutelte Baum und Gartenzwerge und wirbelte die Sägespäne in einem Strudel herum.

So ging das draußen ein paar Stunden. Wütend und böse zerfetzte die Motorsäge das jahrzehntelang friedlich gewachsenen Holz. Nach jedem Teilerfolge krachte es und die Erde bebte. Der benzinbetriebene Folterknecht riss von unten nach oben die Äste ab und köpfte den Stamm dann von der Spitze her stückweise ein. In einem heftigen Proteststurm von allen Seiten wohlgemerkt. .

Gegen Mittag war das Massaker beendet. Meine Tanne war Geschichte und die Folterjungs räumten auf. Sie hatten keinen Schredder dabei, sondern luden die Zweige und die portionierten Stammstücke auf einem Anhänger. Der Sturm schien mithelfen zu wollen, denn er legte an Stärke zu und kehrte den ganzen Schmodder bestehend aus Spänen, Nadeln und abgerissenem Efeu rüber auf mein frischgeputztes Anwesen. Dort blieb das Zeug als Mahnung in sämtlichen Ritzen und Vorsprüngen kleben.
Als schließlich alle Nadelgebeine verladen und der Anhänger abgefahren war, kam einer der Grünen mit einer großen Tonne unterm Arm zurück und einer Schaufel. Aha, dachte ich, der macht jetzt anständig sauber. Ohne Besen? In dem Moment stellte der Typ den Eimer ab und zog einen dieser Hochleistungslaubbläser heraus, so einen, mit dem öffentliche Wege gefegt werden. Der Kerl schaltete das Ding an – da blieb mir vor Schreck fast das Herz stehen!
Denn als er das brüllende Gerät auf die Erde richtete, verschwand er augenblicklich in einer undurchsichtigen Wolke aus Staub und sonstigen seltenen Erden!
Weil der Wind unvermittelt stark aus Süden fauchte, verschluckte die Dreckwolke mein ganzes frischgeputztes Haus gleich mit!
Mein Puls raste, mir schwoll der Kamm!
Was macht man da?
Man atmet tief in den Bauch, meditieren nennt sich das.

Als der Kerl endlich fertig war und der Wind mir den Rest von dem Mist gegen die Fenster gekotzt hatte, konnte man kaum noch rausgucken. Sie waren jetzt noch dreckiger als gestern. Ein Glück, dass ich wenigstens den Wagen weggestellt hatte.

Kurz darauf musste ich zum nächsten Termin. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten es ruhig noch ein paar mehr sein können, denn ich wollte nicht zurück nach Hause. Irgendwann rollte ich wieder daheim ein. Der Wind war immer noch sauer, ich konnte ihn verstehen, mir passte die neue baumfreie Aussicht auch nicht. Ich parkte also genau gegenüber meiner ehemals geliebten Tanne, öffnete die Autotür – da muss der Wind sich die Sache noch mal durch den Kopf gehen lassen haben haben, denn er kriegte jetzt einen richtigen Anfall! Ich war gerade ausgestiegen, die Tür stand sperrangelweit offen: Da wirbelte eine dermaßene Böe, die strudelte so viele Sägespäne mit sich, wie vorhin der Grüne mit dem Blasinstrument. Geistesgegenwärtig schmiss ich zwar die Tür zu – doch es war zu spät. Mein schwarzes stäubchenfreies Hochglanzschiff sah innerlich aus, als beherberge es eine mit Aufträgen zugeschissene Schreinerei. Sämtliche Oberflächen, alle schwarzen Teppichauslegungen mit Sägespänen paniert. Haben Sie schon mal Sägespäne aus Kurzfloor gepult? Ich befürchtete echt, ich würde gleich durchdrehen!
Stocksauer sprang ich erneut auf den Fahrersitz, drückte wutentbrannt auf Zündung und katapultierte das Gespann wieder die paar Häuser weiter nach oben in Sicherheit. Das lohnte sich, weil außenherum ging es noch.

Nach der Aktion beruhigte sich der Wind und zog weiter, sicher um woanders für Stimmung zu sorgen. Ich hingegen besah mir das Übel ums straßenseitige Anwesen. Und weil wieder die Sonne schien und ich, wenn ich ärgerlich bin, sowieso nichts Gescheites aufs Papier bringe, begann wieder zu putzen. Erst die Straße und die Einfahrt, dann ums Haus herum und zum Schluss, in der hereinbrechenden Dunkelheit: die Fenster. Meine Laune hatte sich zusehends gebessert und ich beschloss, den Tag zu streichen und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

So, liebe Leute, eigentlich ist die Geschichte jetzt zu Ende. Gibt nichts mehr zu erzählen. Denkt Ihr doch auch, oder?
Von wegen!

Am nächsten Morgen saß ich schon eine Weile am Schreibtisch, da rückten draußen irgendwelche Bauarbeiter an. Es hörte sich an, als würde ein Gerüst aufgebaut werden. Nun ist es aber so, dass ich zum Einen nicht neugierig bin und zum Anderen seit gestern eh nicht gerne aus dem Fenster schaue, weil mich alles zu sehr an meinen Freund, den Baum, erinnert. Ich ignorierte also den Lärm – Was sollte schon sein? – und arbeitete weiter. Auch als es draußen rumpelte, dachte ich nicht darüber nach. Beim Gerüstaufbau fällt schon mal was runter. Ich tippte weiter in meine Tastatur, draußen klapperte es weiter. Doch irgendwann glaubte ich plötzlich, eine Handsäge zu hören. Das alarmierte mich! Ich sprang auf und guckte aus dem Fenster: Da waren meine neuen Freunde, die Gärtner, wieder da und stutzten gegenüber einen anderen Baum ein! Der Wind hatte sich auch wieder dazugesellt – und mein vorgestern frischgewienerter Schlitten war nun endlich außenherum mit Sägespänen paniert wie ein Wiener Schnitzel.
Verdammt noch mal!

So, aber jetzt kommt es!
Die Gartenzwerge beendeten ihre Pflegearbeiten, verluden alles Grünzeug auf den Anhänger und fuhren ab – doch nach fünf Metern hielt die Gärtnerkutsche plötzlich wieder an. Die Beifahrertür öffnete sich: Der Kerl und die Tonne stiegen aus. Nicht schon wieder! Ich konnte mich nicht mehr rühren. In Slow-Motion verfolgte ich, wie der Typ den Hochleistungsbläser herauszog. In dem Moment, und noch ehe er den Einschalter drückte, setzte setzte bei mir das Herz aus.

Als ich wieder zu mir kam, waren meine Fensterscheiben ziemlich undurchsichtig. Und das Auto stand jetzt inkognito unterm Fenster: Mausgrau mit blonden Sägespan-Pocken.

Das eine sage ich Euch: Sollte sich noch einer unterstehen, hier in nächster Zeit mit der Motorsäge anzurücken: Den erschieße ich auf der Stelle!

Auto gut, alles gut!

From → Kolumnen

85 Kommentare
  1. Wenn ich die Friederike noch mal sehe, egal wie die jetzt heißt, dann gibt’s was in die F…..

  2. Hallo Anke,
    Fensterputzen habe ich auch gerade hinter mir…ist im 4.ten Stock auch nicht so gefährlich…so hoch schafft es der gemeinste Staubverteilungspuster nicht…zum Auto putzen bist du herzlich eingeladen…du putzt (weil ja Erfahrung) und ich stehe mit dem Kaffee daneben und bewunderten dich….Sägespäne kannst du gerne auch ein paar mitbringen, die machen sich gut auf meiner Modellbahn, Abteilung Holzverladung an der Ladestrasse…und was das Erschiessen anbetrifft…kenne da einen guten Anwalt …mildernde Umstände sind das mindeste angesichts dieses Terrorinstruments ! Mitfühlende Grüsse von Jürgen (der jetzt das Zimmer des Sohns nach überstandener Geburtstagsfeier aufräumen darf…Selbstständige haben ja immer Zeit und nichts zu tun 🙂

    • Jürgen, du bist mein Mann! 😀
      Ich als freischaffende Mutter habe auch immer Zeit. Das ist alles so dermaßen langweilig, ein Glück, dass nichts beständig bleibt – vom Rotwein ab. Lass uns teilen!

  3. Meine liebe Mülheimerin!

    Das klingt ja nach einer unendlichen Geschichte. Deine Erlebnisse sollten verfilmt werden. Wird bestimmt der Renner. Aber natürlich erstmal: RIP Baum…. seufz … ich spende eine Tüte Pflanzensamen und hoffe, dass Dein Blick aus dem Fenster trotzdem ein schöner ist 🙂

    Liebe Grüße … aber nicht an Friederike
    Mallybeau

    • Meine liebe Mally,
      richtig, da war so viel los – ich bin immer noch voll fertig! Vielleicht meldet sich ja auch noch der ebenfalls sehr trauernde Angehörige des Baumes zu Wort, warten wir mal ab. Letztens hat er ja hier schon verraten, dass es einen Ersatzbaum geben wird. Kleiner und bienenfreundlich. Soweit schon einmal sehr tröstend ❤

      • Pass bloß auf, dass aus den Bienen keine Hornissen werden und der Insektenhorror droht… irgendwas ist ja immer 🙂

      • Ja, das stimmt! Hornissen hab ich bisher nur sehr friedliche, sind allerdings auch Minorities. Könnte sein, wenn sich das änderte … :-O

  4. Dellen im Idyll. Verfilmen!

  5. ich habe kaum einen beitrag von dir gelesen in dem sooo viele schimpfwörter vorhanden waren wie in diesem … aber du hast ja recht. und weiterhin gibt es immer weniger sozialen wohnraum! leg dir für alle fälle mal selbst so einen bläser zu und dann blase demnächst zurück! möglichst in denen ihr gefährt rein. -kannst du wenigstens was neues grünes vor’s fenster pflanzen?

    • Meinst du, ich sollte mich nächste Story besser wieder mehr zusammenreißen, damit’s wieder anständiger zugeht, falls hier Kinder mitlesen? 😀
      Aber Gegenbläser zulegen, ist wirklich eine prima Idee! 😀

  6. Hallo Anke.
    Irgendwas ist immer.
    Entweder kommen die Gärtner und versauen die frisch geputzten Fenster oder der nächste Regen kommt mit ordentlichen Wind.
    Bei uns können das die Dachdecker ganz gut wenn sie die Dachrinnen säubern. Anstatt den stinkenden Mist in einen Eimer zu sammeln, schmeißen sie den Sch… runter und alles landet an die Fenster, Türen, Fensterbänke. Boohhhrr, hab ich mich mit denen schon angelegt.
    LG, Nati

    • Hilfä! 🙀
      Ich kann’s mir mit Schrecken und grausen vorstellen! 🙀
      Und was drohst du denen dann an? Ich frag nur, damit ich nächstes mal auch treffsichere Reaktion am Start habe, ich bin immer wenig schlagfertig. So ca. eine Woche später wüsste ich dann, was gut gewesen wäre. Manchmal dauerte auch 2 🙋🏽‍♀️😆💩

      • Ich habe denen gesagt dass ich solch eine Drecksarbeit nicht bezahle.

      • Und dann?
        Haben sie dann Eimer gezückt?
        Du hast echt recht: ganz konkrete Ansagen! 👌🏼

      • Beim ersten Mal haben sie murrend aufgeräumt.
        Beim zweiten Mal bin ich zum naheliegenden Büro und habe mir Unterstützung geholt, das hat auch geholfen.

      • Selbst ist die Frau! 🤩💪🏼

      • Ich seh doch nicht ein für so eine Arbeit Geld zu bezahlen.
        Ich muss ja auch vernünftig arbeiten für mein Geld.

  7. Ganz einfach dreckresistent werden, Auto zum nicht zu waschenden Testwagen erklären und Fenster zu Mikrobiotopen.

  8. Liebe Anke!
    Herzlichen Dank für die ausführliche Beschreibung der barbarischen Geschehnisse vor unserem Haus, endlich erfahre ich, wie sich das alles zugetragen hat.
    Selbstverständlich sind wir des Lärmes und Dreckes wegen an besagten Tagen geflüchtet. Wir wussten ja vom Termin 🙂
    Nach Abholzung unserer Tanne, bin ich mehrere Male an unserer Einfahrt vorbeigefahren, die Orientierungshilfe fehlt halt einfach.
    Meine Frau saß Wochen danach noch weinend im Büro und spielte das Lied “Mein Freund, der Baum ist tot”
    Aber – wie schon angesprochen – für Ersatz ist gesorgt. Folgendes Gehölz (in Anbetracht von der medialen Aufforderung etwas gegen das Insektensterben zu tun) wird in einer Bälde in den Vorgarten gepflanzt:
    https://www.manufactum.de/bienenbaum-euodia-hupehensis-p1465256/?a=42973&adword=PLA/g_g/PLA_Generisch//327752481350&gclid=Cj0KCQiAwc7jBRD8ARIsAKSUBHJjwywSKxeiMxTJqov4xZ7UL6WDtL9u2G7QEANK7LapjOjlMiKDXD4aAiQ6EALw_wcB
    Ich hoffe, ich mache hier keine unbeabsichtigte Werbung!

    In diesem Sinne: Gut Holz – Ne, das war Samstag, aber egal

    Grüne Grüße, von Gegenüber

    • Mein lieber Herr Gegenüber!
      Könnt ihr froh sein, dass ich hier so gut aufgepasst habe, weil man weiß ja nie! ‚Vorsicht, wachsamer Nachbar!‘, ist ja der offizielle Slogan für so was 🙋🏽‍♀️🤩💪🏼
      Das mit dem Vorbeifahren ging mir auch so 😂
      Ich freue mich schon sehr auf den Bienenbaum! Da kann man gar nicht genug Werbung für machen! 🤩🐝
      Viele Grüße an die hoffentlich nicht mehr weinende Gattin! 🌷
      🌲 forever! ❤️

    • Danke für die Werbung. Habe ich gleich mal an einen passionierten Bienenliebhaber weitergeleitet.

  9. Es bliebt dir ja wirklich nichts erspart. Spürst du, wie ich mi dir fühle? Ich habe heute auch einige Fenster geputzt, beim ersten Augenaufschlag morgen früh gehe ich kontrollieren und wehe … !!!

    Keep smiling 🙂 .
    Herzlich,
    Anna-Lena

  10. endlich mal wieder was VERSAUTES … *schmunzel*

  11. Manche Geschichten sind so unwahrscheinlich, dass sie nur wahr sein können. Denn wären sie erfunden, dann wäre es zu dick aufgetragen 😊😉

  12. Ehrlich gesagt müsste ich wohl erst Mal einen A.bach U.a.t trinken. Du kennst doch sicher noch den Slogan “ Wenn einem so was Gutes widerfährt, das ist schon einen A.bach wert, oder? :))

    Myohmy !

    Na, Kopf hoch, jetzt wird es lange dauern, bis dir wieder ein Sturm den Tag versaut. Der neue Baum muss ja erst groß werden. 😉

    • Ich brauch in letzter Zeit öfter mal‘n Schnapserl, das stimmt! Allein heute morgen wieder: Mein kleines Flatter hat gestern mit dem Kumpel einen Stressball gebastelt. Dafür haben sie Kreise mit dem Hammer kleingeklopft und anschließend in zwei Luftballons verfüllt. Das hat mir eigentlich gestern Abend schon gereicht.
      Heute früh dann ist das Ding im Bett geplatzt …

  13. Bad World! Da ist dringendst ein Good Word nötig: Mein herzlichstes Beileid! Mögen nicht auch noch die Vögel im ehemaligen Hochglanzschiff nisten! Statt dessen steten Sonnenschein, Frieden und gute Laune! + Einen ganz lieben Gruß!

    • Vielen Dank! 😻
      Ist ja zum Glück windstill und wir schreiten straff auf den 1. März zu! Freitag ist es so weit, ich zähl die Stunden. Dann ist Schluss mit Bäumefällen! 🌲❤️

  14. Mau Anke, ich hätte ja den eigenen Gartenbläser raus geholt und das ganze Gelumpe dem Nachbarn vor die Tür geblasen. Dann hätte ich ihm sein Auto zerkratzt. und die Reifen perforiert. damit er auch etwas davon hat. wenn schon denn schon
    Schnuuur dein Freund Felix, Kater

    • Ich weiß, du hättest mich verteidigt 😻
      Aber die Nachbarn sind richtig liebe Leute und richtig gute Katzenfreude, denn wollen wir nichts tun. Sie konnnten ja nichts dafür: Der blöde Sturm war Schuld! Dem könnten wir Hals und Schwanz und alles umdrehen! 🤩

  15. Anonymous permalink

    Sorry, hab trotzdem herzlich gelacht. 😀

  16. Anonymous? Hä? Ich bin’s doch. 🙂

  17. Was bin ich jetzt nach der Lektüre froh, dass ich im dritten Stock wohne! Da kann mir kein Hochleistungslaubbläser die frisch geputzten Fenster wieder verdrecken!… Mir scheint – auch wenn das jetzt höchst unvornehm klingt – dass etliche Mannsbilder mit so einem riesigen Laubbläser das kompensieren, was in ihren unteren Regionen eventuell etwas zu klein und zu still geraten ist…

    • 😂 Ich kann die Theorie jetzt leider nicht mehr überprüfen, weil ich‘n heute früh bereits erschossen habe. Das Putzteam hat anschließend großreinegemacht, einschließlich unauffindbarer Entsorgung.
      Aber sollte sich in den wenigen Stunden bis zum 1. März doch noch einer mit einem Fuchsschwanz (das ist eine Form von Säge, mein Großvater war Tischler) hertrauen, dann guck ich vorher nach! 🤩💪🏼

  18. Doris permalink

    Was es bei dir da in der Ecke alles gibt … so zum Beispiel seltene Erden, vom leaf blower (klingt zu gut um wahr zu sein) aufgewirbelt. Hömma, da kannste richtig Kohle mit machen. Davon kaufste dir dann einen Störsender, der diese leaf blower außer Gefecht setzt. Ehrlich, der Typ, der diesen Schrott erfunden hat, gehört doch gefedert und geteert. Nehmt einen Besen, ihr Spezialisten! Dann bleiben Frau Nachbarins Fenster und Auto wenigstens einigermaßen sauber. Nee, echt, Runde Mitleid, liebe Anke – das war ja direkt gruselig. Wenn ich Fenster putze, regnet es normalerweise gleich am nächsten Tag, aber bei dir treten ja Natur- und menschgemachte Katastrophen gleich im Doppelpack auf. Nicht schön! Ich hoffe, dass das Loch vorm Fenster ganz bald geschlossen ist und dass du wieder fröhliches Getier statt lärmendem Lifestylegebläse vorm Fenster und vor der Tür hast!

    • Eben, eben, meine liebe Doris! Dem Erfinder von der Blaserei gehört der Marsch geblasen! 😀
      Du hast immer so geniale Ideen, wie wir zu Geld kommen, wir machen das gemeinsam! Ich die Erden, du die Marktchance.
      Jedenfalls ist nun windstill. Regen ist aber für morgen angesagt – also lass die Fenster in Ruhe! ❤

      • Doris permalink

        Jahre später, liebe Anke – ich schalte WordPress so selten ein seit einiger Zeit und kriege über andere Kanäle nicht so richtig mit, wenn Du geantwortet hast. Außerdem geht mein Läppi so langsam in die Knie, das macht gerade keinen Spaß. Deshalb wäre die Verfolgung der Geschäftsidee durchaus angebracht! Davon abgesehen könnte ich heute demonstrieren gehen und die Abschaffung von Laubbläsern fordern. Das kann doch nicht gesund sein, wenn die ganzen Insekten usw. usf. durch die Gegend gewirbelt werden. Sag mal, ist unser Leben kompliziert geworden oder bilde ich mir das nur ein?!
        Die Fenster sind noch so dreckig wie vorher. Oder eher noch dreckiger mit dem ganzen Wind und Staub hier. 😀

      • Bin auch der Meinung, es ist komplizierter geworden! 💩
        Da heißt es, an anderer Front den Einsatz zu reduzieren. Ich putz z.b. nicht mehr. Schont die Oberflächen und wirkt wie eine isolierende Schicht. Also Dämmung für umsonst! ✅
        Lass dich nicht unterkriegen, mein Läppi kommt auch ins Greisenalter. Ich bin ein Gnadenhof. Wenn er nicht mehr kann, beantrage ich Vorruhestand 🦉💡💪🏼

      • Doris permalink

        ROFL! Ein Läppi-Gnadenhof, was für eine Vorstellung – ich kriege mich grad nicht mehr ein!

      • Doris permalink

        Anscheinend hat WP meinen Kommentar zu deinem Kommentar gefressen. Menno! Ich bin aber trotzdem tatsächlich 4 Wochen später dran, u.a. weil mein Laptop nicht mehr so will wie ich. Wenn das kein Anlass zum Geldverdienen ist?! Vielleicht komme ich mal vorbei und hole mir eine Handvoll von deinen seltenen Erden, kippe die in die Tastatur und schaue, ob er dann wieder funzt. Ja, also, Laubbläserei – einfach ein Unding. Heute ist Freitag. Ich sage meinem Chef, ich gehe jetzt demonstrieren gegen leaf blowers und sonstigen Quatsch, den kein Mensch braucht. Und die Umwelt schon gar nicht. Die Rumgepuste kann doch für Insekten und Laubbewohner auch nicht gut sein. Ach Frau GoodWord, die Welt ist kompliziert geworden …. Schönes Wochenende!

      • 😂👌🏼😘
        Ich demonstriere auch: Füß auf den Tisch, Pott Kaffee … 🍰🤩💪🏼

      • Doris permalink

        Yess! Let the demonstration begin! 😀

      • Doris permalink

        LOL, jetzt hast Du dann gleich zwei Kommentare. 😀

  19. Eine schön geschriebene Geschichte, das Lesen hat mir Spaß gemacht. Wenn auch der Anlass, dies zuschreiben, ein trauriger war.
    Ich liebe Bäume auch und habe schon als Kind überall, wo ich konnte, Bäume gepflanzt, die aber nie besonders alt wurden, weil es leider genug Menschen gibt, die etwas gegen große Bäume haben.
    Leider muss ich jetzt in meinem Garten drei Fichten fällen lassen, sie sind bei der Dürre im letzten Jahr zur Hälfte vertrocknet. Das ist echt schade, denn die Bäume werden mir fehlen.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

    • Das ist sehr schade, Wolfgang!
      Da fühle ich mit dir :😢😢
      Du pflanzt doch bestimmt wieder nach, oder? 🤩

      Es ist so schlimm, wie viele vor allem Fichten das letzte Jahr nicht überlebt haben 😢

  20. Oh, was für eine Story! Und du denkst bestimmt, es hätte nicht schlimmer kommen können, aber kürzlich zeigte mir mein Mann diverse Videos, was beim Baumfällen alles schief gehen kann (schau mal bei youtube!) – du glaubst es nicht, wie viele auf Autos, Häuser etc. krachen – in dem Fall sind dreckige Scheiben und Autos wohl das kleinere Übel 😀

  21. liesa lieske permalink

    Hallöchen, habe ein paar tage gebraucht um deinen Beitrag durch zu lesen. Bin nicht von der schnellen Truppe so wie du.
    Muss schon sagen wenn einem so mit dem Putzwahn überfällt, dann ja dann sollte man sich in eine Ecke setzen und warten bis der wieder vorbei ist. Schade um den schönen Baum und das kenne ich mit den Sturm und Wetterschäden Ganz blöde sin Blitzeinschläge.
    L.G.

    • Ich habe vorhin irgendwo gelesen, dass der Sommer angeblich so trocken wie der letzte werden soll. Das könne man anhand der Bodenfeuchtigkeit voraussagen. Wenn dem so sein sollte, gibts hoffentlich auch keine Blitzeinschläge! Muss doch schließlich für was gut sein 💪🏼

      • liesa lieske permalink

        Oh da sagst, schreibst du was. Ich hasse Gewitter. Habe sehr schlecht Erfahrungen und Erinnerungen.

      • Ohweh. Dann verstehe ich, dass du dich sorgst, wenn es oben zu rumpeln beginnt :-O

  22. Hallo Anke!

    Köstlich, köstlich … und sehr schwungvoll erzählt. Aber sehr ärgerlich!! Dreimal hintereinander so viel putzen – ich hätte wahrscheinlich vor lauter Verzweiflung einen Weinkrampf bekommen; vom innerlichen Wutanfall ganz zu schweigen… Hut ab, dass du dass realitv cool gemeistert hast.

    Mir tut es auch im Herzen weh, wenn ich irgendwo mitbekomme, dass ein großer, alter Baum gefällt wird. Unser Nachbar hat letztes Jahr seine riesengroße Tanne im Garten auch fällen lassen, angeblich, war es im Garten zu schattig! Die ganzen Vögel, die da drinnen gewohnt hatten, wurden natürlich obdachlos – noch heute fehlt mir ihr Zwitschern; jetzt haben wir halt in direkter Nähe weniger Vögel; da kein Platz für Nester. Für mich grenzte diese Aktion fast schon an Barbarei. Zu viel Schatten! Meine Güte! Aber wenn es im Sommer wieder so heiß hergeht, wie letztes und auch vorletztes Jahr, dann würde man den Schatten sicher nicht verachten. So sehe ich das zumindest.

    Aber gut, ich bin ja keine Sonnenanbeterin, überhaupt, wenn wir 30 Grad oder noch mehr haben. Da flüchte ich in den Schatten. It’s too much! Ich bin gespannt, was im diesjährigen Sommer auf uns zu kommt. Und diese Nächte, wo man nicht schlafen kann, weil sich die Luft einfach nicht mehr abkühlt – da war ich sagen wir mal, auch nicht so gut drauf. Nachts mehrmals den Schädel in den Kühlschrank gesteckt, am liebsten hätte ich mich ganzkörperlich hineingesetzt. Aber mit diesem Wunsch war ich sicher nicht alleine!

    Vielen Dank für deinen Besuch auf meiner Seite & liebe Grüße!
    Sella

    • Hallo liebe Sella,
      Ja, das Schattenargument, ich kann es nicht mehr hören. Gibt noch die: „Ich brauch hier mehr Luft!“, und die: „Der viele Dreck und das olle Laub!“ Ach ja, und die Angstfraktion, dass der Baum umfällt, die darf man auch nicht vergessen.
      Wie du richtig sagst: Im Sommer geht dann das Gejammer wieder los 💩
      Ich hab’s auch nicht gerne heiß und bin ein Schattenmensch 🤩🌲🌲🌲🌲🌲🌲🌲
      Hab ein schönes Wochenende 🌲❤️

      • …. Ein Schatttenmensch… das klingt super – das merk‘ ich mir…! 😀

        Wünsche dir ebenfalls ein tolles Wochenende mit viel Sonne und guter Laune!
        LG Sella

  23. Immer wenn ich einen Laubbläser treffe, warte ich, bis er ihn mal an die Seite legt. Dann kommt ne Prise Zucker in den Tank – und feddich! Dann ist Ruhe für diesen Tag! 😉

  24. Lese ich morgen Abend…bin jetzt total müde nach vier Stunden Textschreiberei…sorry.

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